Wegen Cyberattacke

Dienstleistungen der Stadt Bülach funktionieren immer noch nicht alle

29. Juli 2022, 19:09 Uhr
Fast zwei Wochen sind seit der Cyberattacke auf die Bülacher Stadtverwaltung vergangen. Noch immer läuft nicht alles so, wie es sollte. Bülacherinnen und Bülacher nehmen manuelle Quittungen von der Stadtverwaltungen entgegen oder erhalten nicht die gewünschte Dienstleistung.
Noch nicht wieder alles intakt: Die Bülacher Stadtverwaltung spürt noch immer die Folgen der Cyberattacke.
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«Ich habe eine manuelle Quittung erhalten, weil die Computer offensichtlich nach wie vor nicht funktionieren», erzählt eine Bülacherin dem «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen». Sie hatte sich am Donnerstagmorgen zum Schalter der Stadtverwaltung begeben.

Ermittlungen laufen noch

Eine zweite Frau, die ihren Ausländerausweis habe verlängern wollen sagt: «Der Ausweis hätte hier ausgestellt werden können, aber aufgrund der Cyberattacke hatten die Verwaltungsangestellten keinen Zugang zum Migrationsamt.» Jetzt müsse sie warten, bis ihr etwas per Post zugeschickt werde.

Gewisse Dienstleistungen seien noch eingeschränkt, sagt die Stadt Bülach zum «Regionaljournal». Wie gross der Schaden ist und wo das Problem liegt, könne die Stadt nicht bekanntgeben, weil die Ermittlungen noch laufen. Es werde aber mit Hochdruck daran gearbeitet, dass alle Dienstleistungen wieder zur Verfügung stehen.

Angreifer könnte erneut zuschlagen

Sven Fassbänder, Bülacher GLP-Präsident und Berater für Informationssicherheit erklärt: «Das ist nicht ungewöhnlich, dass es sehr lange dauert.» Nach einem Cyberangriff müsse man damit rechnen, dass der Angreifer über eine Hintertür präsent sei. Dass er zum Beispiel Back-ups installiert hat. Die Systeme müssten langsam hochgefahren werden, damit der Angreifer ausgetrieben werden kann oder nicht sofort erneut zuschlägt.

(hap)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 29. Juli 2022 19:44
aktualisiert: 29. Juli 2022 19:44