Winterthur

Vater von gerettetem Bub greift Sanitäter an – nun muss er bezahlen

17.02.2023, 06:49 Uhr
· Online seit 17.02.2023, 06:46 Uhr
Im Juli 2022 ertrank ein Zweijähriger im Brunnen im Winterthurer Lindengutpark nur mit viel Glück nicht. Sein Vater ist nun zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er einen Rettungssanitäter angriff.

Quelle: TeleZüri / 2-Jähriger ertrinkt fast in Winterthurer Brunnen / Beitrag vom 14. Juli 2022

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Im vergangenen Juli wurde ein zweijähriger Bub in Winterthur nur knapp vor dem Ertrinken gerettet. Eine Mutter verlor ihren Sohn im «Vögelipark» aus den Augen, ein Passant konnte das Kind in letzter Sekunde aus dem dortigen Brunnen retten. Anschliessend wurde es von einem jungen Paar reanimiert, bis die Rettungskräfte eintrafen.

Vater kassiert bedingte Geldstrafe

Gleichzeitig traf auch der Vater des Buben ein, und ihm den Zutritt in den Rettungswagen, in dem sich sein Sohn befand, verweigert wurde, kam es zu einer Auseinandersetzung mit einem Sanitäter, in dessen Verlauf dieser vom Vater mit einem Faustschlag verletzt wurde.

Hierfür ist der Vater des Zweijährigen nun zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen à 30 Franken verurteilt worden, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt. Zusätzlich muss er eine Busse von 300 Franken sowie die Verfahrenskosten von 800 Franken bezahlen.

Angriffe haben zugenommen

Sein Sohn konnte das Spital wenige Tage nach dem Unfall ohne bleibende Schäden verlassen. Die Stadt Winterthur hat in der Zwischenzeit entschieden, den Brunnen im «Vögelipark» mit einem Gitterrost auf einer Tiefe von 20 Zentimeter zu sichern.

Laut dem «Tages-Anzeiger» hat die Zahl der Übergriffe auf Beamte und Ordnungshüter in den letzten Jahren stark zugenommen. Für das vergangene Jahr verzeichne das Bundesamt für Statistik schweizweit 3500 Fälle. Das seien tausend mehr als noch vor zehn Jahren.

(mhe)

veröffentlicht: 17. Februar 2023 06:46
aktualisiert: 17. Februar 2023 06:49
Quelle: ZüriToday

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