Gebrochene Knochen

Glatteis in Zürich hält Sanität und Spitäler auf Trab

Angela Rosser, 14. Dezember 2022, 15:00 Uhr
Es ist kalt und aus der Kälte will man so schnell wie möglich raus. Aber Vorsicht! Schnell kann auch schnell gefährlich werden. Über 50 Einsätze meldete Schutz & Rettung bereits am frühen Morgen. Die Spitäler liefern derweil Tipps.
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«Aufgepasst, sonst hauts dich auf den Latz», heisst es wohl aktuell in Zürich. Wie Schutz & Rettung Zürich in einem Tweet schreibt, verzeichnete die Einsatzzentrale bereits im Laufe des Mittwochmorgens 50 Einsätze, die in den Kantonen Zürich, Schaffhausen, Schwyz und Zug stattfanden. Nach zehn Uhr waren es bereits 52, wie die Medienstelle ausführte.

Genau aufschlüsseln, wo sich alle diese Einsätze zugetragen habe, lasse sich in so kurzer Zeit nicht, teilt die Medienstelle mit. Klar ist aber, dass bei mehr als 30 der 52 Einsätzen Stürze die Ursachen waren.

Stark ausgelastete Notaufnahmen

Auch in den Notaufnahmen der Zürcher Spitäler ist einiges los. Die Notfallstationen des Stadtspitals Waid/Triemli sowie jene des Universitätsspitals sind stark ausgelastet, wie die Spitäler auf Anfrage mitteilen.

«Es erreichen uns deutlich mehr Patientinnen und Patienten, die aufgrund der Eisglätte am Morgen verunfallt sind», sagt Ünal Can, Chefarzt des Instituts für Notfallmedizin am Stadtspital Zürich. Man verzeichne einen deutlichen Anstieg an Knochenbrüchen – insbesondere solche der Extremitäten, wie etwa Oberschenkel, Oberarm oder Handgelenk, erklärt Ünal Can.

Velo stehen lassen, nicht hetzen

«Es handelt sich um viele Stürze zu Fuss oder insbesondere mit Velo. Autounfälle sind aktuell weniger das Problem», so der Chefarzt des Instituts.

Es sei ratsam, bei Eisglätte oder rutschigen Strassenverhältnissen das Velo zu Hause zu lassen. Falls man doch mit dem Velo unterwegs ist – unbedingt Helm tragen, rät er. Bei bestehender Gangunsicherheit, Gebrechlichkeit oder Schwäche rät der Chefarzt auch, zu Hause zu bleiben und Einkäufe nach Möglichkeit abzudelegieren.

Machs wie die Pinguine

Wer draussen unterwegs ist, sollte unbedingt auf gutes Schuhwerk achten, nicht eilen und jeden Schritt kontrollieren.

Das Unispital rät zum Pinguin-Gang: «Dabei bewegt man sich äusserst langsam und nur mit ganz kleinen Schritten über den Boden und setzt den Fuss mit der gesamten Sohle auf – genau wie die Pinguine», so der Tipp der Profis. Ein Video seinem Instagram-Kanal zeigt das Spital auch gleich, wie es richtig gemacht wird:

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 14. Dezember 2022 16:42
aktualisiert: 14. Dezember 2022 16:42