Pride-Gottesdienst

Angreifer sollen aus der rechtsextremen Szene stammen

21. Juni 2022, 06:43 Uhr
Am Sonntagnachmittag wurde der Pride-Gottesdienst von mehreren weiss vermummten Männern gestört. Bei den Tätern soll es sich um Mitglieder der rechtsextremen Gruppierung Junge Tat handeln.
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Wie der Tages-Anzeiger berichtet, erinnert das Auftreten der Männer an die derzeit bekannteste rechtsextremen Gruppierung der Schweiz. Diese fielen zuletzt am 1. Mai auf. Damals bestiegen sie einen Kran beim Helvetiaplatz und hissten ein Spruchband.

Aktion passt zur Strategie der Gruppierung

Wie sich Raimond Lüppken gegenüber der Zeitung äussert, ist es sicher, dass es sich bei den Tätern vom Sonntag um Mitglieder der Jungen Tag handle. Lüppken arbeitet als freier Journalist und recherchiert zu Rechtsextremismus. Die Tat passe zur Strategie der Gruppierung. Diese sei darauf ausgelegt, die Aufmerksamkeit von Grossveranstaltungen zu nutzen. Zudem wollen sie Feministinnen, Linke und queere Menschen bekämpfen. Diese Einschätzung wird laut Tagesanzeiger von gut informierten Quellen geteilt.

Bei der Polizei laufen Ermittlungen gegen die vermummten Männer. Hier möchte man sich zu den Motiven aber noch nicht äussern. Bei der Pride selbst geht man ebenfalls davon aus, dass die Aktion homo- und transphob motiviert war.

Rechtsextreme auch in Rüti

Am Wochenende organisierten Rechtsextreme auch in Rüti (ZH) und Kaltbrunn (SG) Treffen. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang zwischen den zwei Veranstaltungen.

(oeb)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 21. Juni 2022 06:17
aktualisiert: 21. Juni 2022 06:43