«Jetzt will ich eine Klimaanlage»

Wie Radio-24-Moderator Luca Carecci den schlaflosen Hitzenächten ein Ende setzt

Maarit Hapuoja, 21. Juni 2022, 13:00 Uhr
Es ist heiss und in der Wohnung staut sich die Hitze. Nicht einfach, so einzuschlafen und am Morgen erholt aufzuwachen. Radio-24-Moderator Luca Carecci will etwas gegen die schlaflosen Nächte unternehmen: Eine Klimaanlage mieten. Doch der Ansturm ist riesig.

Machen dir die hohen Temperaturen auch zu schaffen? Insbesondere wenn es Zeit fürs Bett ist, fällt es einigen zurzeit weniger leicht, Schlaf zu finden. Denn es ist viel zu heiss im Schlafzimmer. Diese Situation kennt Radio-24-Moderator Luca Carecci nur zu gut. «Ich habe es wahnsinnig unterschätzt, wie heiss es in meiner Wohnung werden kann», erzählt der Ufsteller-Moderator. Seine Idee: Eine Klimaanlage mieten. Da ist er aktuell nicht der Einzige.

Kühlere Wohnung – koste es, was es wolle

Luca wohnt aktuell in einer Übergangswohnung bis nächste Woche. Die Hitze bis zum Umzug einfach aushalten? Keine Option. «Wenn ich den ‹Ufsteller› moderiere, gehe ich zwischen neun und zehn Uhr abends ins Bett. Aber am Wochenende war nicht daran zu denken, bei diesen hohen Temperaturen», erzählt Luca. Es sei ihm schliesslich jedes Mittel recht gewesen, um die Wohnung abzukühlen.

«Jetzt will ich eine Klimaanlage mieten», dachte sich der Moderator. «Aber da werden die Buden richtig eingerannt, ich dachte schon, die haben gar keine mehr», fährt Luca fort. Bestätigen kann dies Olaf Hösslin von der Firma Clima2Rent AG aus Pfäffikon Schwyz. Das Unternehmen vermietet und verkauft Klimaanlagen, sowohl für die Industrie als auch an Privatpersonen.

Prioritäten setzen und Anfragen vorziehen

«Wir sind am Anschlag, zurzeit erhalten wir 20 Anfragen pro Stunde. Normalerweise sind es nur zwei. Wir nehmen nur Anfragen entgegen, die wir stemmen können», so Hösslin. Es müssten Prioritäten gesetzt werden. «Wenn Personen oder Tiere leiden oder Letztere sogar vom Sterben bedroht sind, bearbeiten wir diese Anfragen natürlich zuerst», sagt Hösslin. Viele würden jedoch erst dann anrufen, wenn es schon viel zu heiss ist und sie es fast nicht mehr aushalten.

Bei dieser Firma hat sich auch Luca Carecci gemeldet. «Ich war so früh wach gestern, dass ich wohl einer der ersten war, der angerufen hat», erzählt Luca. Er hatte gehofft, dass das Unternehmen den Zeitpunkt des Anrufs berücksichtigt. «Tatsächlich habe ich dann gestern eine Klimaanlage ergattert!» Es sei eine riesige Odyssee gewesen, bis er diese dann in der Wohnung stehen hatte. «Mir war nicht bewusst, dass ich bis in den Kanton Schwyz fahren muss, um die Maschine abzuholen. Das waren eineinhalb Stunden Fahrt hin und zurück», so Luca.

Endlich kühl, dafür aber laut!

Endlich eine Klimaanlage für die Dachstockwohnung. Zuerst musste es diese aber einige Stockwerke nach oben schaffen. «Bis ich diese 30 Kilogramm in den vierten Stock trug, war ich erstmal total verschwitzt. Dann habe ich sie installiert und bald war es endlich kühler!», so der Moderator. Als Luca aber schlafen gehen wollte, trat ein neues Problem auf.

«Die Maschine war so laut! Zum Schlafen habe ich das Gerät deshalb wieder ausgeschaltet. Das heisse Dach gab aber noch so viel Wärme ab, dass ich eine halbe Stunde später aufwachte und die Klimaanlage wieder einschalten musste», erzählt Luca. Das Fazit: Es war endlich kühl, dafür aber laut. Luca schlief schlecht, aber immerhin besser als in der Nacht zuvor.

Olaf Hösslin von Clima2Rent bestätigt, dass die mietbaren Klimaanlagen laut sein können. «Es gibt verschiedene Gerätetypen. Manche sind laut, manche leise, manche sind für grosse Räume von 500'000 Quadratmetern und manche sind für kleine 15-Quadratzimmer-Wohnungen konzipiert.» Und was kostet das Ganze? «Für eine 2.5-Zimmer-Wohnung zum Beispiel zahlt man ungefähr 20 Franken pro Tag», sagt Hösslin.

Welche Lösungen hast du für die heissen Nächte gefunden? Erzähl es uns im Kommentar oder schreibe uns auf Whatsapp!

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 21. Juni 2022 12:03
aktualisiert: 21. Juni 2022 13:00
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