Zürich

Zu hohe Unterhaltszahlungen? Mann sucht im Darknet nach Killer für Ex

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Zu hohe Unterhaltszahlungen? Mann sucht im Darknet nach Killer für Ex

· Online seit 26.01.2024, 16:10 Uhr
Nachdem ein Mann im Kanton Zürich zu hohen Unterhaltszahlungen verurteilt wurde, suchte er im Darknet nach einem Auftragskiller. Es ist nicht das erste Mal, dass er im Darknet nach jemandem suchte, um seiner Ex-Partnerin zu schaden.
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Für Bitcoins im Wert von rund 20'000 Dollar wollte ein Mann aus dem Kanton Zürich seine Ex-Partnerin umbringen lassen. Der Grund dafür: Das Bezirksgericht Affoltern entschied, dass der Mann seiner Ex-Partnerin monatlich 4000 Franken Unterhalt zahlen müsse. Zudem waren auch noch Unterhaltszahlungen in der Höhe von 150'000 Franken ausstehend, wie die «Limmattaler Zeitung» berichtet.

Das Urteil wurde am 13. Dezember 2022 gesprochen. Nur 13 Tage danach entschied sich der Mann dazu, einen Auftragskiller im Darknet zu suchen, wie es in einem Entscheid des Obergerichts Zürich heisst. Eineinhalb Monate später wurde der Mann von der Polizei verhaftet. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

Mann suchte schon mal im Darknet nach jemandem, der die Ex-Partnerin verletzt

Gegen die Untersuchungshaft hat der Mann Rekurs eingelegt. Das Bundesgericht in Lausanne stützte jetzt aber den Entscheid der Zürcher Gerichte. Laut einer Gutachterin sei die Rückfallgefahr zu hoch. Der Mann halte Rache für legitim, habe narzisstische Züge und eine eingeschränkte soziale Kompetenz. Für den Mann gilt die Unschuldsvermutung.

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Der Mann wurde nicht zum ersten Mal straffällig. Bereits 2016 sperrte er seine Ex-Partnerin und die gemeinsamen Kinder für 20 Minuten in einem Raum ein. 2021 schlug er ihr dreimal mit der flachen Hand auf den Kopf. Zudem suchte er schon einmal im Darknet nach jemandem, um seiner Ex-Partnerin «Respekt zu lehren» – sodass ein Spitalaufenthalt nötig werde.

Preis deutet auf Fakeangebot hin

Ob es tatsächlich zu Tötung der Frau gekommen wäre, ist unklar. Der Preis von 20'000 Dollar könnte aber ein Indiz sein, dass es sich um ein Fakeangebot handelt. Marc Ruef, Experte für Cybersicherheit, sagte zum Beispiel gegenüber der «Republik» sagte: «In der Schweiz sind die Preise eher im sechsstelligen Bereich zu finden.»

(zor)

veröffentlicht: 26. Januar 2024 16:10
aktualisiert: 26. Januar 2024 16:10
Quelle: ZüriToday

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