Budget

So viel investieren Zürcher Regierungsratskandidierende in den Wahlkampf

Orgetorix Kuhn, 11. Januar 2023, 12:51 Uhr
Weit über 100'000 Franken wollen die einzelnen Regierungsratskandidatinnen und -kandidaten investieren, um am 12. Februar gewählt zu werden. Hier gibt’s die Wahlkampf-Budget-Übersicht.
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Martin Neukom (Grüne)
Der jüngste Regierungsrat veröffentlichte sein Budget auf Twitter. 140'000 Franken hat Martin Neukom budgetiert. Einen Drittel davon berappt der Grüne Regierungsratskandidat selbst, ein weiteres Drittel ist durch Spenden gedeckt. Das letzte Drittel des Budgets ist gemäss einer Grafik des Regierungsratskandidaten noch ungedeckt.

Mario Fehr (parteilos)
Der Sicherheitsdirektor sagt auf Anfrage von ZüriToday, dass er rund 120'000 Franken in den Wahlkampf investiere. «Dieser Betrag stammt von gut 150 Spenderinnen und Spendern», präzisiert Mario Fehr. Zu den 120'000 Franken kommt laut Fehr ein eigener Beitrag dazu. Wie hoch dieser sei, lasse sich noch nicht beziffern.

Ernst Stocker (SVP)
145'000 Franken hat Ernst Stocker für den persönlichen Wahlkampf budgetiert, genauso viel wie durch Spenden zusammen kamen. «Die Mittel stammen aus einer grossen Zahl von Spenden von Privatpersonen, Beiträgen von Verbänden sowie einem eigenen Beitrag» erklärt Martin Arnold, Kampagnenleiter von Ernst Stocker. Für rund zehn Prozent des Budgets kommt Stocker persönlich auf.

Natalie Rickli (SVP)
Der Gesundheitsdirektorin stehen für den Wahlkampf 2023 100'000 Franken zur Verfügung, diese setzen sich gemäss den Angaben von Natalie Rickli aus Spenden und einem eigenen Beitrag zusammen.

Jacqueline Fehr (SP)
Justizdirektorin Jacqueline Fehr gibt 120'000 Franken für ihren Wahlkampf aus. Das Geld investiert die 59-Jährige in Veranstaltungen, soziale Medien, Flyer und Agenturleistungen. Die Hälfte wird von aktuellen Spenden finanziert, den Rest finanziert sie selbst – zusammen mit zusätzlichen Spenden. Die SP stellt Fehr zudem noch 37'500 Franken für Plakate und Inserate zur Verfügung. Insgesamt wächst ihr Budget somit auf 157'500 Franken.

Silvia Steiner (Mitte)
135'000 Franken will Silvia Steiner aufwerfen, um am 12. Februar wiedergewählt zu werden. 15'000 Franken davon zahlt Silvia Steiner selbst. Die Bildungsdirektorin sagt im Rahmen der Dreikönigs-Medienkonferenz ihrer Partei: «Das ist das höchste Wahlkampf-Budget, das ich je hatte.»

Carmen Walker Späh (FDP)

Die Volkswirtschaftsdirektorin budgetiert für ihren Wahlkampf rund 150'000 Franken. Der grösste Teil des Budgets wird gemäss Auskunft von Carmen Walker Späh durch drei und vierstellige Spendenbeiträge finanziert. «Zudem steuere ich aus der eigenen Tasche eine mittlere fünfstellige Summe bei», sagt die amtierende FDP-Regierungsrätin.

Priska Seiler Graf (SP)

«Ich persönlich habe bis jetzt 20’000 Franken in meinen persönlichen Wahlkampf investiert», sagt Priska Seiler Graf auf Anfrage von ZüriToday. Von ihrer Partei hat sie 37'500 Franken erhalten und die bisherigen Spendeneinnahmen belaufen sich auf 38'766 Franken. Prognostiziert hat die neue Regierungsratskandidatin Ausgaben total von 125'000 Franken. Knapp 90'000 Franken gehen auf Agenturleistungen drauf, 5000 für Social Media, 2500 für Inserate und Beilagen und 30'000 für Plakate. 

Peter Grünenfelder (FDP)

Rund 300'000 Franken sollen Peter Grünenfelder zum Erfolg bringen. Der «Newcomer» wird einen gewissen Beitrag aus eigenen Mitteln beisteuern, erhält aber auch zahlreiche Spenden. «Ich erhalte Unterstützung aus breiten Kreisen der Bevölkerung, Spenden von Privatpersonen ebenso wie Sachleistungen von Bürgerinnen und Bürgern», sagt der FDP-Politiker gegenüber ZüriToday. Den definitiven Betrag kann Grünenfelder aber noch nicht nennen.

Benno Scherrer (GLP)

Der Grünliberale Benno Scherrer hat ein Budget von 200'000 Franken für den Regierungsratswahlkampf reserviert. 10'000 Franken des Budgets stammen aus der eigenen Tasche. Der Rest setzt sich gemäss Benno Scherrer aus einem Fundrasing und Spenden zusammen. «Ich will Regierungsrat werden, wenn ich mehr Spenden erhalten würde, würde diese natürlich auch in den Wahlkampf investieren.»

Hans Peter Amrein (parteilos)

250'000 Franken aus der eigenen Tasche investiert Hans Peter Amrein, um die Gunst der Wähler zu gewinnen. Dies gab er bereits im Rahmen der Bekanntgabe seiner Kandidatur preis. «Dies reiche aber nicht aus», sagt Amrein. Er hofft gemäss eigener Aussage auf Spenden, um die weiteren Kosten zu decken.

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Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 11. Januar 2023 05:58
aktualisiert: 11. Januar 2023 12:51