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Zürcher Gemeinderat stellt sich gegen Mythenpark-Initiative

Zu teuer

Zürcher Gemeinderat stellt sich gegen Mythenpark-Initiative

· Online seit 27.09.2023, 19:36 Uhr
Der Zürcher Gemeinderat hat am Mittwochabend zwar viel Sympathien für die Mythenpark-Initiative gezeigt. Mit 108 zu 9 Stimmen empfiehlt er dem Stimmvolk aber dennoch, sie an der Urne abzulehnen. Sie bringe zu wenig, und die Kosten seien viel zu hoch.
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Die Initiative verlangt einen zusammenhängenden, öffentlich zugänglichen Park vom Strandbad Mythenquai bis zum General-Guisan-Quai. Dazu soll auch ein Abschnitt des vielbefahrenen Mythenquais aufgehoben werden.

Ein teurer Tunnel als einzige Lösung

Die Initiative liesse sich zwar umsetzen, hielt die zuständige Stadträtin Simone Brander (SP) im Rahmen der Debatte fest. Dies aber nur für viel, viel Geld.000 Whatsapp Leserreporter Button für alle TodaysDenn der Mythenquai-Verkehr müsste verlagert werden, hatte der Stadtrat schon in seiner schriftlichen Stellungnahme festgehalten. Nach der Prüfung von 20 Varianten komme dafür realistischerweise nur der Bau eines 700 Meter langen Tunnels in Frage, der rund 250 Millionen Franken kosten dürfte.Diese Kosten bezeichnete der Stadtrat als «unverhältnismässig». Zumal der Mehrwert gering ausfalle; es könnte eine Parkfläche von 4500 Quadratmetern neu gedacht werden. Mit den unabhängig von der Initiative ohnehin laufenden Planungen im Bereich der Sukkulentensammlung und der Hafenpromenade Enge würden die Frei- und Naherholungsräume um rund 35'000 Quadratmeter vergrössert.

Teilprojekte statt grosser Vision

Die Stossrichtung der Initiative kam im Gemeinderat grundsätzlich gut an. Die Idee der Initianten lasse natürlich die Herzen höherschlagen, sagte etwa Reis Luzhnica (SP). Angesichts der Kosten sei der Sache aber mehr gedient, wenn die bereits geplanten Teilprojekte umgesetzt würden.000 Newsletter Widget - alle TodaysDiese Projekte könnten als eine Art inoffizieller Gegenvorschlag zur Initiative gelten, ergänzte Carla Reinhard (GLP). «Die Schaffung von Grün- und Freiraum begrüssen wir, aber die Initiative ist der falsche Weg.»Die Initianten halten derweil an ihrer gemäss eigenen Worten «grossen Vision eines Central Parks am See» fest. Sie wollen laut einer Mitteilung vom Mittwoch für die Idee eines 1,6 Kilometer langen, 370'000 Quadratmeter grossen und verkehrsfreien Park direkt am Zürichsee bis zum anstehenden Urnengang kämpfen.

Keine Alternativen geprüft

Denn der Mythenpark sei auch ohne teuren Tunnel machbar, halten die Initianten fest. Die Stadt habe keine aktuellen Fakten und Zahlen erhoben, sie habe alternative Lösungen gar nicht wirklich geprüft, kritisieren sie.Der Zürcher Gemeinderat sah es am Mittwochabend mit Ausnahme der AL und einem kleinen Teil der Grünen anders: Die Ausführungen des Stadtrates seien schlüssig, meinte etwa Derek Richter (SVP). «Alle anderen Varianten sind Luftschlösser.»000 APP Download Buttons alle Todays (Android&IOS)(sda/roa)Metadaten

Ein teurer Tunnel als einzige Lösung

Die Initiative liesse sich zwar umsetzen, hielt die zuständige Stadträtin Simone Brander (SP) im Rahmen der Debatte fest. Dies aber nur für viel, viel Geld.

Denn der Mythenquai-Verkehr müsste verlagert werden, hatte der Stadtrat schon in seiner schriftlichen Stellungnahme festgehalten. Nach der Prüfung von 20 Varianten komme dafür realistischerweise nur der Bau eines 700 Meter langen Tunnels in Frage, der rund 250 Millionen Franken kosten dürfte.

Diese Kosten bezeichnete der Stadtrat als «unverhältnismässig». Zumal der Mehrwert gering ausfalle; es könnte eine Parkfläche von 4500 Quadratmetern neu gedacht werden. Mit den unabhängig von der Initiative ohnehin laufenden Planungen im Bereich der Sukkulentensammlung und der Hafenpromenade Enge würden die Frei- und Naherholungsräume um rund 35'000 Quadratmeter vergrössert.

Teilprojekte statt grosser Vision

Die Stossrichtung der Initiative kam im Gemeinderat grundsätzlich gut an. Die Idee der Initianten lasse natürlich die Herzen höherschlagen, sagte etwa Reis Luzhnica (SP). Angesichts der Kosten sei der Sache aber mehr gedient, wenn die bereits geplanten Teilprojekte umgesetzt würden.

Diese Projekte könnten als eine Art inoffizieller Gegenvorschlag zur Initiative gelten, ergänzte Carla Reinhard (GLP). «Die Schaffung von Grün- und Freiraum begrüssen wir, aber die Initiative ist der falsche Weg.»

Die Initianten halten derweil an ihrer gemäss eigenen Worten «grossen Vision eines Central Parks am See» fest. Sie wollen laut einer Mitteilung vom Mittwoch für die Idee eines 1,6 Kilometer langen, 370'000 Quadratmeter grossen und verkehrsfreien Park direkt am Zürichsee bis zum anstehenden Urnengang kämpfen.

Keine Alternativen geprüft

Denn der Mythenpark sei auch ohne teuren Tunnel machbar, halten die Initianten fest. Die Stadt habe keine aktuellen Fakten und Zahlen erhoben, sie habe alternative Lösungen gar nicht wirklich geprüft, kritisieren sie.

Der Zürcher Gemeinderat sah es am Mittwochabend mit Ausnahme der AL und einem kleinen Teil der Grünen anders: Die Ausführungen des Stadtrates seien schlüssig, meinte etwa Derek Richter (SVP). «Alle anderen Varianten sind Luftschlösser.»

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(sda/roa)

veröffentlicht: 27. September 2023 19:36
aktualisiert: 27. September 2023 19:36
Quelle: ZüriToday

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