Nach Brand

Verschwundene Gemälde aus Zürcher Kunsthaus gehören Ex-Geheimdienstler

· Online seit 28.01.2023, 08:17 Uhr
Zwei Gemälde sind nach einem Brand spurlos aus dem Zürcher Kunsthaus verschwunden. Nun ist klar: Die Bilder gehörten Ferdinand Knecht, Zürcher Kunstsammler und Ex-Geheimdienstler.
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Nach einem Brand im Zürcher Kunsthaus sind zwei Gemälde verschwunden. Auf internationalen Listen sind die Bilder als gestohlen gemeldet. Es ist jedoch nicht klar, ob wirklich ein Diebstahl dahintersteckt.

Nun ist auch klar, wem die beiden vermissten Gemälde gehören: dem Zürcher Sammlerpaar Ferdinand und Karin Knecht. Das schreibt der «Tagesanzeiger». Ferdinand Knecht war in den 1980er-Jahren Chef eines ausserordentlichen Nachrichtendienstes der Schweiz. Mit seiner Einheit sollte Knecht Informationen über die Sowjetunion und deren Kriegsvorbereitung sammeln.

Nach dem Brand vom August 2022 sollten die russbeschmutzten Bilder gereinigt werden. Als die beiden Gemälde der Knechts an der Reihe waren, merkte das Kunsthaus aber, dass die Gemälde nicht mehr da sind.

Laut Andrea Raschèr, Experte für Kunstraub, sei ein solcher Verlust für ein Museum peinlich und rufschädigend. Gegenüber TeleZüri sagte er: «Jede Leihgeberin fragt sich nun: Will ich, dass meine Bilder weiterhin im Kunsthaus Zürich sind?»

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(log)

veröffentlicht: 28. Januar 2023 08:17
aktualisiert: 28. Januar 2023 08:17
Quelle: ZüriToday

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