Cyber-Angriff Uni Zürich

Austauschstudentin kommt immer noch nicht auf Uni-Website

17.02.2023, 07:15 Uhr
· Online seit 17.02.2023, 07:14 Uhr
Die Uni Zürich kämpft kurz vor Beginn der Vorlesungen immer noch mit einem Cyber-Angriff. Eine Studierende meldet, dass sie keinen Zugriff auf Website oder E-Mail habe. Sie könne sich deshalb nicht für den gewünschten Studiengang einschreiben.
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Auch zwei Wochen nach dem Cyber-Angriff auf die Universität Zürich (UZH) kämpft die Hochschule noch immer mit Problemen. Die künftige Austauschstudentin Gabriela aus Brasilien meldete sich bei ZüriToday: «Ich war sehr verunsichert darüber, warum die Website nicht erreichbar ist.» In einem Beitrag erfuhr sie über die Cyber-Attacke von Anfang Februar.

Damals sprach die Universität von einem «ernsthaften»  Angriff von Professionellen. Sie forderte Studierende auf, ihr Passwort zu ändern. Laut Gabriela aus Brasilien laufen die Dienste auch heute noch nicht für alle wieder: «Die Website funktioniert für Schweizer User, für Ausländer sind Website und E-Mails aber blockiert.»

Anmeldung für den Master geht nicht

Sowohl vom Computer wie auch vom Handy konnte Gabriela die Website nicht erreichen. Das sei ein Problem, denn aktuell laufe gerade die Anmeldephase für die Masterstudiengänge. «Und ich will mich einschreiben, kann aber nicht.» Sie gelangt weder an die Informationen zum Anmeldeverfahren noch kann sie die Anmeldung einreichen.

Sie sei nicht in Kontakt mit anderen Studierenden und kann daher nicht sagen, ob es für andere Studierenden auch so ist. Sie kennt schlicht niemanden an der UZH. Sie glaubt aber, dass wohl alle Personen, die von ausserhalb der Schweiz auf die Website der UZH zugreifen wollen, das gleiche Problem hätten.

Einschränkungen jederzeit und über längere Dauer möglich

Auf Anfrage von ZüriToday verweist die Uni Zürich auf die Störungswebsite, die eigens für den Cyber-Angriff eingerichtet wurde. Zu Ausfällen könne es demnach kommen: «Es muss aus Sicherheitsgründen weiterhin jederzeit und über längere Dauer, mit einzelnen oder umfassenden Einschränkungen der Dienste gerechnet werden», heisst es seitens der Uni. Derzeit arbeiten Datenschützer, Polizistinnen und sonstige Stellen weiter an der Lösung des Problems.

Abgesehen von der Störungswebsite schweigt die Uni zum Vorfall. Mediensprecherin Melanie Nyfeler: «Mehr können wir dazu nicht sagen.» Studierende sollen sich bei Problemen an den Supportdienst wenden.

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veröffentlicht: 17. Februar 2023 07:14
aktualisiert: 17. Februar 2023 07:15
Quelle: ZüriToday

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