Kantonsratswahlen

Klima-Allianz scheint zu schwinden – bürgerliche Parteien legen zu

13. Januar 2023, 08:16 Uhr
Einen knappen Monat vor den Zürcher Kantonsratswahlen zeichnet sich ein leichter Rechtsrutsch ab. Laut einer Tamedia-Wahlumfrage verlieren die SP und die Grünen am meisten. Dies könnte die Klimaallianz gefährden.
Der Zürcher Kantonsrat während einer Ratssitzung im Dezember 2022.
© KEYSTONE/ENNIO LEANZA
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Die Wahlumfragen der Tamedia-Zeitungen deuten auf eine Trendwende im Zürcher Kantonsrat hin. Vor allem die Mitte-Parteien könnten demnach am meisten zulegen. Sowohl die Grünliberalen, die Mitte als auch die FDP legen bei den Wähleranteilen zu, während im Gegensatz die Grünen und die SP am deutlichsten verlieren.

Dadurch hätte die Klimaallianz keine Mehrheit mehr – es käme zu einer Patt-Situation bei Umweltdiskussionen und -fragen, die dann von einem Zufalls-Mehr abhängig wären.

Sorgen des Volks spielen Bürgerlichen in die Karten

Als Gründe für diese mögliche «Korrektur des aussergewöhnlichen Resultats von 2019», welches Links-Grün gestärkt und die Bürgerlichen geschwächt hatte, sehen die Tamedia-Zeitungen die Sorgen rund um den Ukraine-Krieg, aber auch die Inflation und die Energie-Krise. Den Sozialdemokraten und den Grünen würde weniger zugetraut, gute Lösungen für diese Probleme zu finden.

Der mögliche Rechtsrutsch sieht in Zahlen wie folgt aus (im Vergleich zu den Wahlen 2019):

  • Grüne und SP: je -1,5 Prozentpunkte
  • EVP: gleich
  • GLP: +1,5 Prozentpunkte
  • Mitte und FDP: je +1 Prozentpunkt
  • SVP: -0,5 Prozentpunkte
  • EDU/andere: gleich

(mhe)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 13. Januar 2023 08:15
aktualisiert: 13. Januar 2023 08:16