Banken

Zürcher Kantonalbank erzielt erstmals mehr als 1 Milliarde Gewinn

10.02.2023, 19:21 Uhr
· Online seit 10.02.2023, 07:32 Uhr
Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat im vergangenen Jahr erneut einen Rekordgewinn erzielt. Vor allem das Zins- und das Handelsgeschäft florierten.

Quelle: TeleZüri / ZKB macht Milliardengewinn / 10.02.2023

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Konkret hat die grösste Schweizer Kantonalbank 2022 den Konzerngewinn um 12,3 Prozent auf 1,06 Milliarden Franken gesteigert und damit erstmals die Milliardengrenze überschritten. Zum guten Ergebnis beigetragen hätten vor allem das Zinsgeschäft, das Handelsgeschäft sowie die Kostendisziplin, während das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft das gute Vorjahresniveau in einem schwierigen Umfeld habe halten können, teilte die ZKB am Freitag mit.

Geschäftsertrag um 8,2 Prozent gestiegen

Insgesamt stieg der Geschäftsertrag um 8,2 Prozent auf 2,75 Milliarden Franken. Der Nettoerfolg aus dem Zinsgeschäft legte dabei um 12,4 Prozent und das Handelsgeschäft um 17,9 Prozent zu. Auch das Hypothekarvolumen stieg weiter deutlich an. Per Ende Jahr hatte die ZKB Hypotheken im Wert von 96,8 Milliarden Franken und damit um 5,4 Prozent mehr als Ende 2021.

Die Kosten zogen derweil weniger stark an als die Erträge: Der Geschäftsaufwand legte um 5,1 Prozent auf 1,59 Milliarden Franken zu. Etwas überdurchschnittlich legten die Personalkosten zu, dies bei einer um rund 100 Personen gestiegenen Anzahl an Mitarbeitenden. Gleichzeitig zahlte die ZKB aufgrund des guten Konzernergebnisses höhere Boni aus.

Starke Zuflüsse

Bei den Vermögen machten sich die Verluste an den Märkten bemerkbar. Insgesamt lagen die verwalteten Vermögen per Ende 2022 mit 400,0 Milliarden um 2,3 Prozent unter dem Vorjahr. Der Rückgang bei den Bewertungen wurde durch einen rasanten Anstieg an Kundengeldern wettgemacht: Der Bank flossen Netto-Neugeldern von 33,9 Milliarden Franken zu, gut 31 Prozent mehr als im Vorjahr.

Vom Gewinnanstieg profitieren der Kanton Zürich und die Gemeinden. Sie erhalten insgesamt eine um 14 Prozent angehobene Dividende von 491 Millionen Franken. An den Kanton gehen dabei 320 Millionen.an Dividende sowie 11 Millionen für die Deckung der Selbstkosten für das Dotationskapital, die Gemeinden erhalten 160 Millionen.

Zuversichtlich für 2023

Weiterhin bleibt die Bank gut kapitalisiert. So lag die risikogewichtete Kapitalquote Ende Jahr mit 18,2 Prozent deutlich über der aktuellen Anforderung von 13,8 Prozent, die auch den antizyklischen Kapitalpuffer einschliesst. Die ungewichtete Eigenkapitalquote (Leverage Ratio) lag bei 6,2 Prozent.

Für das laufende Jahr gibt sich die Bank insgesamt zuversichtlich. Zwar schwäche sich die Wirtschaft global ab und die hohe Inflation und die Zinserhöhungen blieben eine Herausforderung für die Unternehmen. Dennoch rechne man für die Schweiz weiterhin mit positivem Wachstum. Entsprechend gibt sich die Bank zuversichtlich, auch 2023 wieder «ein ansprechendes Ergebnis» zu erwirtschaften.

(sda/hap)

veröffentlicht: 10. Februar 2023 07:32
aktualisiert: 10. Februar 2023 19:21
Quelle: ZüriToday

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