Zürcher Parlament

Nach Igelkot-Vorfall – Kantonsrat prüft Sicherheit des Tagungsorts

17. Mai 2022, 19:33 Uhr
Eine Frau spazierte am Montag durch den Hintereingang in den Tagungsort der Zürcher Kantonsrats und deponierte Igelkot auf dem Rednerpult. Ob die Sicherheit verschärft wird, klären Kantonsrat und Polizei nun ab.
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Der Zürcher Kantonsrat will die Sicherheitsmassnahmen an seinem Tagungsort, die Messehalle Oerlikon, überprüfen und falls nötig verschärfen. Grund dafür ist ein Zwischenfall an der Sitzung vom Montag. Eine unbekannte Frau hatte ein Stück Kot auf das Rednerpult gelegt.

«Ich möchte Ihnen etwas bringen – das ist wahrscheinlich Kot von einem Igel in unserem Garten», sagte die unbekannte Frau, die während der Sitzung plötzlich zum Rednerpult schritt und dort etwas hinlegte.

Amrein lacht über das Überraschungsgeschenk

Am Rednerpult stand gerade Kantonsrat Hans-Peter Amrein (SVP, Küsnacht). Dieser reagierte lachend auf das Überraschungsgeschenk und wechselte kurzerhand zum anderen Rednerpult.

Für die etwas verwirrt wirkende Frau hat der Vorfall keine Konsequenzen, wie die Parlamentsdienste am Dienstag auf Anfrage von Keystone-SDA mitteilten. Sie sei von der Polizei überprüft und weggewiesen worden. Der Igel-Kot wurde schliesslich von Ratspräsidentin Esther Guyer (Grüne) entsorgt.

Hintertüre stand offen

Der Zugang zur Kantonsratssitzung, der nach wie vor in seinem Corona-Exil in Zürich-Oerlikon tagt, wird am Haupteingang von der Polizei kontrolliert. Am Montag stand aber – wohl wegen der Hitze – eine Hintertüre offen, durch welche die Frau hineinspazierte.

Die Hintertüre werde künftig sicher nicht mehr unbewacht offenstehen, teilten die Parlamentsdienste mit. Ob das Sicherheitsdispositiv darüber hinaus verschärft werden müsse, kläre die Geschäftsleitung des Kantonsrats derzeit mit der Kantonspolizei ab.

(log/sda)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 17. Mai 2022 18:00
aktualisiert: 17. Mai 2022 19:33