Kriminalität

Kanton Zürich sieht kein grösseres Gewaltproblem bei Eritreern

· Online seit 18.10.2023, 11:56 Uhr
Der Zürcher Regierungsrat sieht keinen Anstieg der Gewalt bei Eritreern. Zwar gab es in den letzten Jahren mehr Auseinandersetzungen. Doch habe gleichzeitig auch die Zahl der im Kanton wohnenden Eritreer deutlich zugenommen.

Quelle: Schwere Ausschreitungen bei Eritrea-Treffen in Stuttgart / CH Media Video Unit / Ramona De Cesaris / 17.9.2023

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Eritreer waren seit 2009 an insgesamt 134 Fällen von Raufhandel und Angriffen beteiligt, teilte der Zürcher Regierungsrat auf eine Anfrage von SVP-Kantonsräten mit.

Seit 2015 sind die Fälle jedes Jahr zweistellig. Doch lebten 2022 auch sechsmal mehr Eritreer im Kanton Zürich als noch 2010. Einen eigentlichen Anstieg der Gewalt erkennt die Regierung deshalb nicht.

Massenschlägerei in Opfikon

Die Anfrage stellte die SVP, nachdem es am 2. September in Opfikon zu einer Massenschlägerei zwischen Anhängern des Regimes und Oppositionellen gekommen war. Zwölf Männer wurden dabei verletzt, drei verhaftet.

Die Kantonspolizei wusste im Vorfeld nichts von einem Treffen im Kanton Zürich. Die Versammlung sei spontan erfolgt, da ein Treffen im Kanton St. Gallen abgesagt worden sei. Die Polizei habe aber nach Meldungen bei der Einsatzzentrale reagiert, so der Regierungsrat.

Widerruf der Niederlassungsbewilligung

Der Kanton prüfe bei Beteiligten der Massenschlägerei nun einen Widerruf der Niederlassungsbewilligung, heisst es weiter. Dies hatte Sicherheitsdirektor Mario Fehr (parteilos) so angekündigt.

Um der Gewalt entgegenzuwirken, verstärkte die Kantonspolizei bereits die Patrouillentätigkeit am Zürcher Hauptbahnhof. Zudem sei sie in Kontakt mit Vertretern der eritreischen Diaspora und Betreibern von Eventlokalen, so der Regierungsrat weiter.

(sda/nib)

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veröffentlicht: 18. Oktober 2023 11:56
aktualisiert: 18. Oktober 2023 11:56
Quelle: ZüriToday

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