Gendergerechte Sprache

Frankreich benennt Stadt um – wie siehts im Züribiet aus?

Ursina Mühlethaler, Maurus Held, 22. Januar 2023, 08:28 Uhr
Pantin in Frankreich hat kurzerhand ihren Namen für ein Jahr lang zu «Pantine» gewechselt. Mit dieser Änderung will die Stadt ein Zeichen für Gleichberechtigung setzen. Geht das im Kanton Zürich auch?
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Der Pariser Vorort Pantin heisst nun Pantine. Damit soll auf die bestehenden Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern aufmerksam gemacht werden, wie der Bürgermeister per Videobotschaft erklärte.

Was Frankreich kann, könnte der Kanton Zürich eigentlich schon lange, oder? Auch hierzulande gibt es nämlich einige Gemeinden, die sich bestens für so einen Namenswechsel anbieten würden. Hier einige Beispiele:

Bubikon würde dann etwa zu Meitlikon, Herrliberg zu Frauliberg. Aus Männedorf würde Frauedorf, aus Richterswil würde Richterinnenswil. Und Mönchaltorf würde in Nonnenaltorf umbenannt.

Namenswechsel wäre auch in Zürich möglich

Den Gemeindenamen für ein ganzes Jahr ändern: Wäre das im Züribiet überhaupt möglich? Theoretisch schon – die Stimmberechtigten einer Gemeinde müssten dem aber zustimmen, sagt Arthur Helbling, der Leiter des kantonalen Gemeindeamts. Der Zürcher Regierungsrat müsse ebenfalls grünes Licht geben, und auch vom Bund brauche es das Einverständnis.

Eine Namensänderung, erst recht eine bloss temporäre, wäre überdies mit viel administrativem Aufwand verbunden: Der neue Name hält auf offiziellen Dokumenten, in Verträgen oder auf Ortstafeln Einzug. Wie Helbling sagt, sei das im Kanton im Jahre 2019 das letzte Mal der Fall gewesen, – da fusionierten die damaligen drei Gemeinden Oberstammheim, Unterstammheim und Waltalingen zur neu gegründeten Gemeinde Stammheim.

Welche Gemeinde im Züribiet würdest du umbenennen? Und wie soll sie neu heissen? Schreib es uns in die Kommentare!

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 20. Januar 2023 06:43
aktualisiert: 22. Januar 2023 08:28