Nach Grossrazzia in Winterthur

53-jähriger Deutscher wegen Bombendrohung verhaftet

Olivia Eberhardt, 10. Oktober 2022, 10:22 Uhr
Im Zusammenhang mit der Hausdurchsuchung in Winterthur Stadel im Juli hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe einen 53-jährigen Deutschen verhaftet. Er soll ein Unternehmen mit einer Bombe bedroht und mehrere Hunderttausend Euro in der Kryptowährung Bitcoin erpresst haben.

Quelle: TeleZüri-Beitrag vom 29. Juli 2022

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Am 29. Juli führte die Kapo Zürich in Winterthur eine Razzia in einem Haus durch. Während die Polizisten das Eckhaus in Stadel noch durchsuchten, verhaftete die Staatsanwaltschaft Karlsruhe einen Deutschen im Zusammenhang mit der Razzia.

Wie die Staatsanwaltschaft Karlsruhe nun mitteilt, steht der Beschuldigte im dringenden Verdacht, im Jahr 2019 einem Unternehmen mit der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion gedroht und in der Folge mehrere Hunderttausend Euro in der Kryptowährung Bitcoin erpresst zu haben.

Bitcoin-Spur führte zum Täter

Die Ermittlungen im Fall führte das Kriminalkommissariat Karlsruhe. Zusammen mit einem Experten für Kryptowährungen des Polizeipräsidiums Freiburg gelang es ihnen, die digitale Spur der erpressten Bitcoins zurückzuverfolgen. Dies, trotz der vermeintlichen Anonymität der Kryptowährung Bitcoin und diverser Verschleierungsmassnahmen des Tatverdächtigen.

In Verbindung mit Hinweisen aus der Öffentlichkeit konnte der 53-Jährige schliesslich als Tatverdächtiger identifiziert und festgenommen werden. Im Rahmen der Ermittlungen wurde dann das Wohnhaus des Tatverdächtigen in Winterthur Stadel von der Kantonspolizei Zürich und dem Bundesamt für Polizei fedpol durchsucht. 

Bei dieser Hausdurchsuchung konnten «zahlreiche Beweismittel, hierunter auch sprengfähige Substanzen und unerlaubte Schusswaffen, sichergestellt werden», wie die Staatsanwaltschaft Karlsruhe weiter schreibt.

Ermittlungen dauern weiter an

Am Freitag, 29. Juli wurde der deutsche Tatverdächtige dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Karlsruhe vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe Haftbefehl erliess. Der Verdächtige wurde anschliessend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Karlsruhe und der Staatsanwaltschaft Karlsruhe dauern weiter an.

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 8. August 2022 14:04
aktualisiert: 10. Oktober 2022 10:22