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Zürcherin Golubic steht in zweiter Wimbledon-Runde, Hüsler out

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Zürcherin Golubic steht in zweiter Wimbledon-Runde, Hüsler out

· Online seit 06.07.2023, 22:47 Uhr
Der 27-jährige Zürcher Zürcher Marc-Andrea Hüsler. Er verpasst in der ersten Runde von Wimbledon eine grosse Chance. Dagegen dürfen die Zürcherin Viktorija Golubic, Olympiasiegerin Belinda Bencic und Altstar Stan Wawrinka (38) jubeln.
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Wawrinka gewann gegen den als Nummer 29 gesetzten Argentinier Tomas Martin Etcheverry nach einer zunächst sehr starken und am Ende zumindest soliden Leistung 6:3, 4:6, 6:4, 6:2.

In einem hochklassigen ersten Satz gelang Wawrinka das einzige Break zum 3:1. Ab Mitte des zweiten Satzes schlichen sich beim 38-jährigen Waadtländer etwas mehr Fehler ein, auch weil er nicht mehr ganz so agil unterwegs war. Etcheverry kam so zum Satzausgleich. Der Schweizer zeigte sich aber in den wichtigen Momenten präsent.

Mit seiner ersten Breakchance nach dem 3:1 im ersten Satz schaffte Wawrinka eine Vorentscheidung, auch wenn er in der Folge sechs Satzbälle brauchte für den Gewinn des dritten Durchgangs. Damit war der Widerstand des Südamerikaners weitgehend gebrochen, den vierten Satz spielte Wawrinka sicher nach Hause.

In Wimbledon erreichte er zum erst sechsten Mal die 3. Runde, erstmals seit dem 9:11 im fünften Satz verlorenen Viertelfinal 2015 gegen Richard Gasquet. Es ist überhaupt das erste Mal seit dem French Open 2020 und seiner Knieoperationen, dass Wawrinka bei einem Grand-Slam-Turnier zwei Matches in Folge gewann.

Nun folgt die schwerstmögliche Prüfung. Bereits am Freitag trifft der Schweizer auf den Topfavoriten und Titelverteidiger Novak Djokovic. Die beiden haben nicht weniger als 26 Mal gegeneinander gespielt (20:6 Siege für den Serben), allerdings noch nie auf Rasen.

Bencic kämpft sich in die 3. Runde

Erstmals seit vier Jahren hat Belinda Bencic die 3. Runde erreicht. Sie setzte sich nach einmal harten Kampf gegen die Amerikanerin Danielle Collins (WTA 52), die Australian-Open-Finalistin des letzten Jahres, 3:6, 6:4, 7:6 durch. Lange bekundete Bencic grosse Mühe, ihre Breakchancen - nur drei von dreizehn - zu verwerten. Am Ende machte sie aber den frischeren Eindruck und gewann das Match-Tiebreak nach zweidreiviertel Stunden gleich mit 10:2. In der 3. Runde trifft die 26-jährige Ostschweizerin auf die neun Positionen schlechter klassierte Polin Magda Linette.

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Zu Ende ist das Abenteuer für Dominic Stricker (ATP 117). Der 20-jährige Qualifikant zahlte den Tribut für den längsten Match seiner Karriere am Mittwoch und hatte gegen den als Nummer 10 gesetzten Amerikaner Frances Tiafoe nur noch für einen Satz Benzin im Tank. Er konnte das Niveau eines sehr starken ersten Durchgangs, in dem der junge Berner vier Satzbälle nicht nutzen konnte, nicht durchhalten und unterlag schliesslich 6:7 (11:13), 4:6, 2:6. Dennoch darf er mit seinem ersten Wimbledon sehr zufrieden sein.

Hüslers vergebene Chance

Marc-Andrea Hüsler (ATP 81) verpasste hingegen eine grosse Chance. Der 27-jährige Zürcher verlor die am Mittwoch wegen Dunkelheit nach zweieinhalb Sätzen abgebrochene Erstrundenpartie gegen den japanischen Lucky Loser Yosuke Watanuki (ATP 116) 7:6 (7:5), 7:5, 6:7 (5:7), 6:7 (3:7), 3:6.

Im vierten Satz hatte Hüsler beim Stand von 5:4 und Aufschlag Watanuki einen Matchball. Er setzte aber einen Passierball knapp neben die Linie. Hüsler ist damit bei allen fünf Grand-Slam-Turnieren, bei denen er im Hauptfeld stand, in der 1. Runde gescheitert.

Besser machte es Viktorija Golubic (WTA 139). Sie gewann ihre nach einem Satz ebenfalls vertagte Erstrundenpartie gegen die Slowakin Anna Karolina Schmiedlova (WTA 77) 6:3, 7:6 (7:4). In der 2. Runde trifft die Zürcherin auf die als Nummer 25 gesetzte Amerikanerin Madison Keys.

(sda/jos)

veröffentlicht: 6. Juli 2023 22:47
aktualisiert: 6. Juli 2023 22:47
Quelle: ZüriToday

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