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Hitziges Sportwochenende? Hockey-Derby, Fussballklassiker und Fan-Protest geplant

Zürich Altstetten

Hitziges Sportwochenende? Hockey-Derby, Fussballklassiker und Fan-Protest geplant

· Online seit 20.01.2024, 06:45 Uhr
Zwei sportliche Risikoanlässe finden dieses Wochenende in Zürich statt. Im Fussball kickt der FCZ gegen Basel, während im Hockey das Kantonsderby stattfindet. Aber auch in Bern sorgen Zürcher Fussballfans für erhöhte Aufmerksamkeit.
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Volles Programm im Stadtzürcher Sport an diesem Wochenende: Am Samstag findet in der Swiss Life Arena das Zürcher Derby zwischen den ZSC Lions und dem EHC Kloten statt. Am Sonntag empfängt der FC Zürich im Letzigrund den FC Basel. Obwohl es sich um sportliche Highlights handelt, verlangt die Situation den Anwohnerinnen und Anwohnern im Quartier Altstetten einiges ab. So kam es zum Beispiel im letzten September nach dem Eishockey-Derby zu Steinwürfen auf Polizisten. Und auch nach den Super-League-Begegnungen zwischen Basel und Zürich ist es schon zu wüsten Attacken gekommen.

Eine Anwohnerin äussert gegenüber ZüriToday auch Bedenken zum Wochenende mit den beiden grossen Sportanlässen: «Ich hoffe, dass es nicht doppelt so schlimm ist, wenn zwei solche Anlässe sind.» Fänden Hockeyspiele statt, dann sei der Bahnhof Altstetten jeweils überfüllt und es gebe grossen Stress. Bei Fussball sei es noch ungünstiger. Da fielen regelmässig auch die Trams in und um Altstetten aus. «Ich bin auch schon an der Tramhaltestelle gestanden und das Tram kam einfach nicht», so die ZüriReporterin.

«Ist schwierig, wenn man ein Stadion mitten in der Stadt hat»

Auch beim Quartierverein Altstetten ist man sich bewusst, dass an diesem Wochenende viel los ist. Christoph Ramseier, Vorstandsmitglied des Quartierverein Altstetten, sagt gegenüber ZüriToday aber: «Man muss das Fussballspiel und das Eishockeyspiel auseinanderhalten.» Eishockey sorge für wenig Auswirkungen im Quartier, so Ramseier. Bei Fussball hingegen komme es immer wieder zu Krawallen und Ausschreitungen. Und auch der Betrieb der VBZ sei eingeschränkt, was nicht nur die Quartierbewohner betreffe.

Trotzdem betont Ramseier, dass man nicht negativ gegenüber der Fussballspiele eingestellt sei. «Es ist aber schwierig, wenn man ein Stadion mitten in der Stadt hat», bestätigt er. Bei denjenigen, die Probleme machen würden, handle es sich aber nur um einen kleinen Teil der Fans. Wie Ramseier erzählt, befindet man sich auch im Gespräch mit den Beteiligten, bei denen man versuche konstruktiv Lösungen zu finden.

Fankurven kündigen Protest am Samstag an

Die Stadtpolizei Zürich ist auf die beiden Sportveranstaltungen vom Wochenende vorbereitet. Man habe Lageeinschätzungen vorgenommen und werde an beiden Anlässen präsent sein, teilt sie auf Anfrage von ZüriToday mit. Weitere Angaben zur Einsatzplanung macht die Stadtpolizei aber nicht.

Die Fussballfans halten an diesem Wochenende nicht nur die Stadt Zürich in Atem. In der Stadt Bern rufen diverse Fankurven aus den beiden höchsten Schweizer Fussballligen unter dem Motto «Auf Kollektivstrafen folgen kollektive Antworten: Am Samstag alle nach Bern!» zum Protest auf. Auch die Kurven der drei Zürcher Vereine FC Zürich, FC Winterthur und Grasshopper Club Zürich beteiligen sich daran.

Unbewilligte Fanmärsche in Bern sollen nicht toleriert werden

Grund dafür ist die Sperrung der YB-Fankurve im Spiel gegen GC am Samstag. Die Massnahme wurde wegen Sachbeschädigungen durch YB-Fans in Zürich verfügt. Dagegen wollen die rivalisierenden Fangruppen gemeinsam protestieren. Die Kantonspolizei Bern hat aber angekündigt, dass unbewilligte Fanmärsche oder Umzüge nicht toleriert werden. Die angekündigte Aktion sei bewilligungspflichtig, ruft die Polizei den Fans in einer Mitteilung vom Freitag in Erinnerung.

Der FC Zürich bestätigte an der Pressekonferenz vor dem Spiel, dass sie von dem Aufruf der Fanszenen Kenntnis genommen haben. Sprecher Michael Fritschi wollte keinen weiteren Kommentar zu Aktion abgeben, bestätigte aber, dass man sich mit den anderen Clubs ausgetauscht habe.

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veröffentlicht: 20. Januar 2024 06:45
aktualisiert: 20. Januar 2024 06:45
Quelle: ZüriToday

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zueritoday@chmedia.ch