Schweiz

Galladé und Ameti besetzen schlechte Plätze auf GLP-Liste

Wahlen

Galladé und Ameti besetzen schlechte Plätze auf GLP-Liste

05.09.2023, 01:48 Uhr
· Online seit 03.09.2023, 11:43 Uhr
Kantonsrätin Chantal Galladé und die Co-Präsidentin der Operation Libero, Sanija Ameti, sind prominente Politkerinnen. Trotzdem hat die Zürcher GLP sie auf hintere Listenplätze verbannt. «Sie wurden keineswegs geschnitten», sagt der Co-Präsident.
Anzeige

Bis Sanija Ameti und Chantal Galladé auf der Wahlliste auftauchen, dauert es einen Moment. Die GLP hat die Zürcher Gemeinderätin Ameti auf Platz 18 gesetzt, die Zürcher Kantonsrätin Galladé auf Platz 21. Galladé bedauert gegenüber der «SonntagsZeitung», dass es mit ihrer Kandidatur im vorderen Drittel nicht geklappt hat. Trotzdem freue sie sich auf den Wahlkampf. Ihr Ziel sei es, gewählt zu werden.

Auch Sanija Ameti schaffte es auf der Liste nicht ins erste Drittel. «Ich hätte mich über einen besseren Listenplatz gefreut», sagt die Co-Präsidentin der Operation Libero. Als Mensch mit Migrationshintergrund sei sie es sich aber gewohnt, sich mehr beweisen zu müssen als andere.

«Wichtige und geschätzte Mitglieder»

Beide Frauen sind keine Unbekannten. Chantal Galladé sass bereits von 1997 bis 2003 im Nationalrat – damals noch für die SP. Sanija Ameti ist vor allem wegen ihres Engagements in der Europapolitik bekannt.

Scan den QR-Code

Du willst keine News mehr verpassen? Hol dir die Today-App.

Nicola Forster, Co-Präsident der GLP Kanton Zürich, verneint vehement, dass die beiden Promis etwa absichtlich auf schlechte Listenplätze gesetzt wurden, um die Wahlchancen anderer nicht zu schmälern. Ameti und Galladé bezeichnet er als «wichtige und geschätzte Mitglieder» der GLP. «Sie wurden keineswegs geschnitten».

Ameti rutschte nach oben

Zum Tragen kamen bei der Liste, die eine Findungskommission vorbereitete, zwölf Kriterien wie Alter, Geschlecht, regionale Herkunft, Engagement in der Partei oder Ergebnisse bei vergangenen Wahlen. Laut der Zeitung stimmten danach der Vorstand und die Mitgliederversammlung über die Liste ab. Nach Korrekturen des Vorstands rutschte Ameti nach oben – ursprünglich stand sie noch weiter hinten auf der Liste.

Nicola Forster ist der Meinung, dass das Verfahren korrekt ablief. Es sei normal, dass nicht alle glücklich seien. «Alle mit Ambitionen wollen einen vorderen Listenplatz.»

(bza)

veröffentlicht: 3. September 2023 11:43
aktualisiert: 5. September 2023 01:48
Quelle: ZüriToday

Anzeige
Anzeige
zueritoday@chmedia.ch