Weil Futter fehlt

Zürcher Bauern haben Angst, ihre Kühe schlachten zu müssen

15. August 2022, 10:57 Uhr
Die Hitzewelle der letzten Monate hat die Böden der Region austrocknen lassen. Auf vielen Weiden fehlt das Gras für Kühe. Im Notfall droht diesen nun gar der Schlachthof.
Anzeige

Weil es seit Wochen nicht mehr richtig geregnet hat, wächst das Gras auf vielen Zürcher Weiden nicht. Manchen Bauern fehlt das Futter für ihr Vieh. Die Situation sei recht dramatisch, zitiert der «Tagesanzeiger» etwa Landwirt Rainer Früh aus Kleinandelfingen. Dieser müsse jetzt schon die Wintervorräte an seine Milchkühe verfüttern. Und später definitiv Futter dazukaufen.

Schwierige Entscheidung

Da man davon ausgehen könne, dass viele Bauern extra Futter einkaufen müssen, sei abzusehen, dass dessen Preise stark ansteigen werden. Früh und so manche seiner Kollegen stünden schon deshalb vor einer schwierigen Entscheidung: weiter zufüttern oder zumindest einige der Tiere schlachten lassen, damit das Futter für die restliche Herde reicht.

«Eventuell müssen wir ältere Tiere verkaufen»

Landwirt Früh will alles daran setzen, dass es nicht so weit kommt. «Klar ist aber schon jetzt, dass es zu einem Einkommensverlust kommen wird.» Ähnlich bewerten dies auch andere Bauern aus der Region. Sie alle hoffen nun, dass die kommenden Wochen Regen bringen. «Sollte es trocken bleiben und kein Gras mehr wachsen, dann ist es wahrscheinlich kaum zu vermeiden, dass ich einige ältere Tiere vorzeitig verkaufen muss», wird Landwirt Ernst Bachmann aus Flaach abschliessend zitiert.

(baz)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 15. August 2022 08:16
aktualisiert: 15. August 2022 10:57