Personalaufwand steigt

Winterthur rechnet mit Millionen-Minus

4. Oktober 2022, 10:49 Uhr
Trotz Inflation, Ukrainekrieg und Energiekrise rechnet die Stadt Winterthur für das kommende Jahr mit einem relativ ausgeglichenen Budget: Der Stadtrat budgetiert ein Defizit von 2,5 Millionen Franken. Steuersenkungen oder -erhöhungen plant er nicht.
Trotz düsterer Weltlage rechnet der Winterthurer Stadtrat mit einem relativ ausgeglichenen Budget 2023. Steuererhöhungen oder -senkungen soll es keine geben. Im Bild die Stadtverwaltung im Superblock. (Archivbild)
© KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Anzeige

Der Steuerfuss soll bei 125 Prozent bleiben, wie aus dem Budgetantrag hervorgeht, der am Dienstag publiziert wurde.

Personalaufwand steigt

Wie schon in den vergangenen Jahren sollen auch 2023 mehr städtische Stellen geschaffen werden, etwa im Departement Soziales, um die Geflüchteten aus der Ukraine betreuen zu können, oder bei der Stadtpolizei. Diese hat wegen des Aufstiegs des FCW in die Super League mehr Einsätze und braucht somit mehr Leute.

Insgesamt soll der Personalaufwand um 30,6 Millionen Franken steigen. Davon entfallen rund 5 Millionen auf Teuerungsausgleich und Lohnerhöhungen. Weil die Steuereinnahmen jedoch auch 2023 sehr gut ausfallen dürften, ist das Budget unter dem Strich ausgeglichen.

Der «Novemberbrief» wird abgeschafft

Der Budgetantrag des Stadtrates ist anders als in früheren Jahren nicht nur ein Entwurf, der mit dem so genannten «Novemberbrief» noch nachbearbeitet wird, sondern der abschliessende Antrag, den das Stadtparlament bei der Budgetdebatte im Dezember beraten wird.

Der «Novemberbrief» wird in diesem Jahr erstmals gestrichen. Sollte es irgendwo im Budget noch Verbesserungsbedarf geben, wird der Stadtrat diesen in Form von Nachtragskrediten vors Parlament bringen.

(sda/sib)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 4. Oktober 2022 09:08
aktualisiert: 4. Oktober 2022 10:49