Nach Klingelstreich

Vater und Söhne zertrümmern Mercedes im Zürcher Oberland

10.03.2023, 11:09 Uhr
· Online seit 14.02.2023, 05:45 Uhr
Mit einer Krücke und blanken Fäusten wird ein Mercedes demoliert. Verantwortliche dafür sind ein Vater und seine beiden Söhne. Auslöser sollen nächtliche Klingelstreiche gewesen sein. Alle drei wurden nun verurteilt.
Anzeige

Der Mercedes ist demoliert, die Frontscheibe eingeschlagen, die linke hintere Seitenscheibe ging ebenfalls zu Bruch, dazu kommen diverse Kratzer. So wird das Fahrzeug im Strafbefehl, welchen ZüriToday einsehen konnte, beschrieben.

Demoliert haben das Luxusauto ein Vater und seine beiden Söhne. Vorgefallen ist das Ganze in einer kalten Februarnacht im Jahr 2022 im Zürcher Oberland.

Auto mit Fäusten und Krücke traktiert

Der Vater, ein Nordmazedonier, schlug mehrfach mit einer Krücke auf die Frontscheibe des Mercedes. Die Scheibe ging zu Bruch. Währenddessen rüttelten die Söhne, beide um die 20 Jahre alt, an den verschlossenen Türen, um die Insassen zum Aussteigen zu zwingen.

Die jungen Männer schlugen dazu auch mit ihren Fäusten auf das Auto ein. Das Verhalten der Familie wird im Strafbefehl als «arbeitsteiliges Zusammenwirken bei der Tatausübung» beschrieben. Der Schaden am Mercedes beläuft sich gemäss dem Strafbefehl auf mehrere tausend Franken.

Die genauen Hintergründe sind unklar. Aus dem Strafbefehl geht einzig hervor, dass die Personen im Mercedes zuvor mehrfach in der Nacht an der Haustür klingelten und so «einen bösartigen Streich» gespielt hätten.

Geldstrafen und Bussen

Die zuständige Staatsanwaltschaft See/Oberland qualifiziert die Tat als Sachbeschädigung. Die Quittung dafür erhalten die drei nun mit dem Strafbefehl. Der Vater als Haupttäter wird mit einer bedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen à 30 Franken bestraft. Die Probezeit beträgt 2 Jahre. Dazu kommt eine Busse von 800 Franken. Diese muss bezahlt werden.

Die beiden Söhne werden mit einer bedingten Geldstrafe von je 10 Tagessätzen à 20 Franken bestraft. Ihre Bussen betragen je 500 Franken. Alle drei erhalten ausserdem eine Rechnung für die Verfahrensgebühren in der Höhe von je 800 Franken.

veröffentlicht: 14. Februar 2023 05:45
aktualisiert: 10. März 2023 11:09
Quelle: ZüriToday

Anzeige
zueritoday@chmedia.ch