Lohnabrechnung

Tanja, wie viel verdienst du?

22. September 2022, 16:16 Uhr
Zürich ist bekannt für seine hohen Löhne. Aber auch für teure Mieten. Neu reden wir mit Zürcherinnen und Zürchern über ihre Gehälter und was sie sich damit leisten. Heute im Fokus: Tanja* (32), die seit der Geburt der Tochter 60 Prozent arbeitet. Und sich gerade ein Haus in Zürich gekauft hat.
Tanja ist Fachfrau für Human Resources.
© Unsplash

Tanja, was machst du beruflich?

Ich arbeite als HR-Fachfrau. Dafür habe ich zuerst die Sekundarschule, dann eine Lehre und schliesslich den Fachausweis gemacht.

Arbeitest du Vollzeit?

Nein. Seit der Geburt meiner Tochter vor einigen Jahren arbeite ich in Teilzeit bei 60 Prozent. Mein Mann arbeitet hingegen weiterhin Vollzeit. Für uns war es von Anfang an klar, dass ich ab der Geburt reduzieren werde.

Wie viel verdienst du als HR-Fachfrau?

Ich bin natürlich schon um einiges länger beim selben Unternehmen. Mein Gehalt ist demnach mit den Jahren auch gestiegen. Aber ich schätze, dass das Einstiegsgehalt bei etwa 95'000 bis 100'000 für 100 Prozent liegt. Es kommt dann auch auf die Branche und das Unternehmen an, wie viel am Ende tatsächlich gezahlt wird.

Und wo lebt ihr in Zürich?

Wir haben vor etwa sechs Jahren eine Wohnung am Stadtrand gekauft. Die Hypothek dafür zahlen wir jetzt Monat für Monat ab.

Wäre Mieten keine Option gewesen?

Nein. Früher, vor der Geburt unserer Tochter, lebten wir noch gemeinsam zur Miete in der Zürcher City. Das war aber vor über zehn Jahren, die Preise waren damals noch relativ erschwinglich. Wenn man heute auf die Mietpreise blickt, kann man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln. Es ist unglaublich teuer geworden.

Und Kaufen ergab für euch deshalb mehr Sinn?

Genau. Mit dem Kauf kann man langfristig planen, was Monat für Monat abbezahlt werden muss. Und hat am Ende Immobilienbesitz. Wenn man hingegen alle paar Jahre die Mietwohnung wechselt, dann nimmt man da auch die Mietpreissteigerung in Kauf. Das wollten wir nicht.

Habt ihr Probleme finanziell über die Runden zu kommen?

Nein, das ist zum Glück nicht der Fall. Selbst mit dem Kind – was ein kleines Vermögen in Zürich kostet, wenn man ehrlich ist – schaffen wir es relativ sorgenlos durch den Alltag. Nichtdestotrotz überlegen wir es uns gründlich, ob wir noch ein zweites Kind wollen.

Könnt ihr monatlich auch etwas ansparen?

Neben der Hypothek, die wir abzahlen, schaffen wir es, Monat für Monat nochmal 200 bis 400 Franken auf die Seite zu legen. Für Notfälle oder wenn wir uns einmal etwas gönnen wollen.

Verdient dein Mann ähnlich viel wie du?

Der verdient zum Glück nochmal mehr als ich. Wie viel genau, darf ich jedoch nicht verraten.

*Name der Redaktion bekannt.

(baz)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 23. September 2022 10:38
aktualisiert: 23. September 2022 10:38
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