Zürcher Trend-Döner

«Mit & ohne» fällt bei Hygiene-Test durch – der Dönerladen will jetzt nachbessern

· Online seit 06.10.2023, 16:58 Uhr
Der K-Tipp hat im September über 20 Dönerläden in der Schweiz auf die hygienische Qualität geprüft. In über der Hälfte der getesteten Döner wurde eine Keimzahl über dem Grenzwert gemessen. Darunter auch ein Zürcher It-Döner.
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Der Döner-Test von K-Tipp zeigt: In Lausanne, Genf und St.Gallen fanden sich erhöhte Mengen Kolibakterien, Hefepilzen und Pseudomilzbrandbazillen. Überschreitet das Produkt den Grenzwert, klassifiziert es der K-Tipp als mangelhaft.

Trend-Döner beim Lochergut dankt für die Tests

Bei «Mit & ohne», dem Trend-Dönerladen beim Lochergut, wurde der Grenzwert der Gesamtkeimzahl laut dem K-Tipp ebenfalls überschritten. Inhaber und Gründer Martin Heiss war überrascht, als K-Tipp ihn mit den Testergebnissen konfrontierte, wie er gegenüber von ZüriToday erklärt: «Ich war verwundert, denn wir arbeiten mit gesundem Menschenverstand und passen auf.»

«Mit & ohne» erklärt sich auf Instagram und bedankt sich beim Konsumentenmagazin für die Durchführung der Tests. Sicherheit und Gesundheit der Kundinnen und Kunden habe oberste Priorität. Man habe selbst umgehend Döner und einzelne Zutaten von einem unabhängigen Labor testen lassen.

Kaum Beschwerden, trotz 100'000 verkauften Döner

Gegenüber dem K-Tipp erklärt Heiss, dass eine in dieser Woche getestete Cocktailsauce für die erhöhte Keimzahl verantwortlich sein könnte. ZüriToday berichtet er, dass Salate sowieso eine erhöhte Keimzahl aufweisen würden. Auch der Salat wurde von K-Tipp getestet. Im Labortest von «Mit & ohne» weist der Kabis eine Keimzahl von 14'000'000 Keimen auf, auf dem Salat sind 7'200'000 Keime. Allerdings liegen diesen gar keine Limiten vor in der Schweiz. Insgesamt weist die mikrobiologische Untersuchung des Testlabors keine gröberen Unregelmässigkeiten auf. Sämtliche Testergebnisse sind unter den Limiten.

Bei «Mit & ohne» herrsche eine so hohe Umschlagsquote der Lebensmittel, dass solche kaum länger liegenbleiben würden. Fleisch vom Vortag würde zum Beispiel nie gelagert und später verwertet. Heiss ist überzeugt von seiner Qualität. Beschwerden gäbe es so gut wie nie: «Wir haben sicher 500’000 Kebabs verkauft, es gab vielleicht zehn Beschwerden.»

veröffentlicht: 6. Oktober 2023 16:58
aktualisiert: 6. Oktober 2023 16:58
Quelle: ZüriToday

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