Einige hundert Teilnehmer

Demonstrierende bekennen bei «Anti-Rechts»-Demo in Zürich Farbe

03.02.2024, 15:26 Uhr
· Online seit 03.02.2024, 14:18 Uhr
Unter dem Motto «zusammen für unsere Demokratie» haben sich am Samstagnachmittag einige hundert Personen in Zürich zusammengefunden. Der bewilligte Demonstrationszug führte vom Turbinenplatz zum Kasernenareal. Auch linksextreme Gruppierungen nahmen teil.

Quelle: TeleZüri / Oliver Spieser / CH Media Video Unit / Katja Hug

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Der Anlass soll bunt sein, hatten die Organisatoren im Vorfeld angekündigt. Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten denn auch wie angeregt selbstgebastelte Plakate an die Demo mit.

Darauf waren Sprüche wie «Menschenrechte statt rechte Menschen», «Hass ist keine Meinung», «Make Imigration great again» oder «Selbst Kartoffeln haben Migrationshintergrund» zu lesen. Andere beliessen es bei Forderungen wie «keine Gewalt!» oder «Kein Extremismus - links oder rechts».

Zur Demokratie-Demonstration aufgerufen hatte ein Bündnis verschiedener Parteien und Organisationen: Es gelte «klare Kante gegen Rechtsextremismus» zu zeigen und damit «klar Nein zu Hass und Hetze» zu sagen, hatten sie ihren Aufruf begründet.

Die Schweiz bleibe «von der Normalisierung rechtsextremen Gedankenguts» nicht verschont, wurde etwa Sanija Ameti, Co-Präsidentin der Operation Libero und Stadtzürcher GLP-Gemeinderätin in einer Mitteilung zitiert. Es brauche jetzt eine Brandmauer gegen die weitere Ausbreitung.

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Die Demokratie sei das höchste gesellschaftliche Gut, sie müsse lautstark verteidigt werden, wurde Aaron Keller, Vorstandsmitglied die Junge Mitte Kanton Zürich, zitiert. Und für Nicolas Cavalli, Co-Präsident GLP Stadt Zürich, ist klar, dass die Gesellschaft durch ihre Vielfältigkeit lebe. «Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie und Queerfeindlichkeit haben in unserer Gesellschaft keinen Platz.»

An der Demonstration wurden keine Reden gehalten. Der Umzug und die Plakate würden schon genug aussagen, meinte eine Teilnehmerin, die ein Kartonschild mit der Aufschrift «Vielfalt statt Einfalt» in die Höhe hielt.

Wie ein TeleZüri-Reporter vor Ort berichtet, laufen auch die linksextremen Gruppierungen «Antifa» und «Revolutionäre Jugend Zürich» mit. Die Stimmung sei jedoch friedlich. 

Demonstration nach deutschem Vorbild

Mit-Initiant der Demo gegen Rechtsextremismus ist der Grüne Gemeinderat Dominik Waser, der den Aufruf dazu unter anderem auf «X» verbreitete. Es sei an der Zeit, «klare Kante gegen Rechtsextremismus zu zeigen», schreibt er.

Vorbild für die Demonstration sind die Kundgebungen in Deutschland, wo in den letzten Wochen Hunderttausende in verschiedenen Städten gegen die AfD auf die Strasse gingen.

Eine Demonstration zum selben Thema fand bereits am vergangenen Freitag in Bern statt. Dort liefen geschätzt 200 bis 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit. Organisiert wurde die Kundgebung in Bern von den Jungen Grünen.

(sda/roa/ema)

veröffentlicht: 3. Februar 2024 14:18
aktualisiert: 3. Februar 2024 15:26
Quelle: ZüriToday

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