Gegen Foodwaste

So kannst du in Zürich Lebensmittel retten

Olivia Eberhardt, 9. März 2022, 15:03 Uhr
Seit gut zwei Jahren engagiert sich die Migros gemeinsam mit Too Good To Go für die Rettung von Lebensmitteln. Ihr Fazit: Seit August 2020 konnten in der Region Zürich über 240'000 Päckli gerettet werden. Wie das funktioniert und welche andere Möglichkeiten du im Kampf gegen Foodwaste hast, erfährst du hier.
Backwaren vom Vortag verwerten statt vernichten, dies ist das Konzept der Äss-Bar.
© KEYSTONE/Gaetan Bally
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Too Good To Go

Too Good To Go ist eine App, mit der ganz einfach Lebensmittel und ganze Mahlzeiten gerettet werden können. Das ganze funktioniert so: Läden und Restaurants bieten Essen, meist kurz vor Ladenschluss, zu einem günstigen Preis an. Die Nutzerinnen und Nutzer können sich dann ein Angebot in ihrer Nähe aussuchen und die Lebensmittel zum vereinbarten Zeitpunkt beim Anbieter abholen. Im Kanton Zürich sind rund 1000 Betriebe auf der Plattform vertreten, davon befinden sich rund 450 in der Stadt Zürich.

Via App sucht man sich ein passendes Angebot aus und holt sein Päckli danach ab, so funktioniert Too Good To Go.
© Keystone

Secend

Im Online-Shop von Secend finden sich allerlei Produkte, die anderswo nicht mehr verkauft werden können. Zum Beispiel weil sie falsch verpackt sind, sie ihr Mindesthaltbarkeitsdatum bald überschreiten oder bereits überschritten haben. Die Produkte können folglich im normalen Handel nicht mehr verkauft werden und finden so den Weg in den Shop, der von zwei Wahlzürchern betrieben wird. Dort werden sie zu vergünstigen Preisen angeboten. Wer fündig wird kann sich die Ware entweder nach Hause liefern lassen oder sie an der Hardturmstrasse abholen.

Äss-Bar

«Backwaren – Frisch von gestern», so lautet das Motto der Äss-Bar. Das Unternehmen verkauft Backwaren vom Vortag, die sie von ihren Partnerbäckereien erhalten und in ihren Filialen vergünstigt unter die Leute bringt. Das Unternehmen betreibt zwei Filialen in der Zürcher Innenstadt und ist mit seinem Foodtruck an der ETH (Zentrum und Hönggerberg) unterwegs.

Dienstags und Freitags ist die Äss-Bar mit ihrem Foodtruck an der ETH Hönggerberg vertreten.
© KEYSTONE/Gaetan Bally

Foodsharing Zürich

Foodsharing ist eine internationale Initiative, die auch in Zürich aktiv ist. Mitmachen können Private genauso wie Betriebe. Foodsharing betreibt unter anderem mehrere Fair-Teiler. Das sind öffentlich zugängliche (Kühl-)Schränke, wohin jede und jeder überschüssige Lebensmittel bringen und/oder dort hinterlegtes Essen abholen kann. Zudem rettet eine Community von ehrenamtlich tätigen Foodsavern überschüssige Lebensmittel in privaten Haushalten sowie von Betrieben.

Bio Mio

Bio Mio aus Zürich liefert alle zwei Wochen frisches Bio-Gemüse und -Obst zu dir nach Hause. Dies bietet für die Produzenten den grossen Vorteil, dass ihre Produkte keine Auflagen bezüglich Form und Grösse erfüllen müssen. Egal, ob krumm, dick, dünn, klein oder gross, dank des Gemüse-Abos können alle Produkte verwertet und verkauft werden. Zusammengestellt werden die Lieferungen von der Stiftung zur Weid in Mettmenstetten, welche Menschen mit Suchterkrankungen und psychischen Problemen unterstützt.

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 9. März 2022 15:06
aktualisiert: 9. März 2022 15:06