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Zahl der Wildtierunfälle nimmt wegen Zeitumstellung zu

Gefahren

Zahl der Wildtierunfälle nimmt wegen Zeitumstellung zu

· Online seit 17.03.2024, 07:12 Uhr
Am 31. März ist es wieder so weit: Die Uhren werden von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Mit dem Wechsel auf die Sommerzeit erhöht sich die Gefahr von Wildunfällen auf den Strassen.
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Bald wird an der Uhr gedreht und die Sommerzeit ist da. Am 31. März kommt damit nicht nur der Biorhythmus mancher Menschen durcheinander, auch für Tiere bestehen nicht allgemein bekannte Gefahren.

Rehe, Füchse und andere Wildtiere sind nicht darauf vorbereitet, dass sich die Rushhour plötzlich um eine Stunde verschiebt. Dies führt zu einem Anstieg der Unfälle mit Wildtieren.

Dämmerung ist für Wildtiere besonders gefährlich

Die Stosszeiten des Morgenverkehrs fallen nun wieder auf die Dämmerung. Das frische Grün und Streusalzreste locken Wildtiere an den Strassenrand. Ausserdem bringt die Jahreszeit mit Nebel und Regenwetter zusätzlich erschwerende Sichtverhältnisse mit sich.

Daten der Fischerei- und Jagdverwaltung des Kantons Zürich zeigen, dass im Jahr 2023 insgesamt 1085 Rehe auf den Strassen umgekommen sind. Die meisten davon in Winterthur, Illnau und Birmensdorf. Über die Zeit gesehen war der Peak am 5. April 2023. An dem Tag kamen neun Rehe unter die Räder und verstarben.

Anstieg der Rehunfälle wächst nach der Zeitumstellung

Die Zeitumstellung war letztes Jahr am 26. März 2023. Tatsächlich werden bei den Rehunfällen auf Strassen danach immer wieder hohe Werte erreicht. Am 23., 24. und 25. März liegt die Unfallzahl noch bei 0. Am 26. März sind es 2 Rehunfälle, am 27. und 29. sind es jeweils 4 Unfälle, am 28. liegt die Zahl bei 5 Unfällen und ab April gehts dann aufwärts bis zu 9 Unfällen am 5. April.

Nach der Umstellung auf die Winterzeit am 29. Oktober 2023 sieht es ähnlich aus. Schon an diesem Tag wächst die Zahl der Rehunfälle auf 7, am 2. November liegt sie bei 8, am 3. November bei 5 und am 8. November wieder bei 8. 

Allerdings muss hier auch erwähnt werden, dass die Zahl der Rehunfälle auch an anderen Tagen immer wieder recht hohe Werte erreicht. Ob die Peaks nach der Zeitverschiebung Zufall sind oder tatsächlich auf die angepasste und für Wildtiere überraschend neue Rushhour zurückzuführen ist, lässt sich anhand von den Daten eines Jahres kaum abschliessend beurteilen. Doch die Hypothese ist jedenfalls nicht widerlegt. Für dich heisst das: Bist du mit dem Auto unterwegs, dann pass extra gut auf!

So solltest du dich beim Autofahren verhalten

  • Rehe bringen den Scheinwerfer nicht mit dem herannahenden Auto in Verbindung und erkennen auch nicht die Gefahr. Anstatt zu flüchten, bleiben sie deshalb im Lichtkegel stehen.
  • In der Nähe von Wäldern und Feldern äusserst achtsam fahren und die Geschwindigkeit anpassen.
  • Wenn man einen Unfall mit einem Tier nicht umgehend der Polizei meldet, kann es sein, dass dieses stundenlang verletzt leiden muss. Das ist ein Verstoss gegen das Tierschutzgesetz und kann deshalb eine Verurteilung wegen Tierquälerei und einen Eintrag im Strafregister zur Folge haben.
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veröffentlicht: 17. März 2024 07:12
aktualisiert: 17. März 2024 07:12
Quelle: ZüriToday

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