Zürich
Kanton Zürich

Wädenswiler Priester klaut Geld aus Kollekte

Mit Chemie überführt

Wädenswiler Priester klaut Geld aus Kollekte

20.11.2023, 20:49 Uhr
· Online seit 20.11.2023, 10:54 Uhr
Knall in der katholischen Kirche Wädenswil. Ein Priester soll sich an der Kollekte bedient haben. Er sagt, er habe das Geld nicht für sich gestohlen.
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Wie «kath.ch» berichtet, fiel der Kirchgemeinde Wädenswil auf, dass seit April regelmässig weniger Geld in der Kirchenkollekte war, als noch im Jahr zuvor. Daraufhin wurde die Polizei eingeschaltet, die dem mutmasslichen Täter eine Falle stellte. Sie präparierte Geldscheine mit einer Chemikalie, die sich auf der Haut nachweisen liess. Am 13. November kontrollierte sie dann alle Personen mit Zugang zur Kollekte. Das Resultat: Die Chemikalie befand sich an den Händen des Priesters von Wädenswil.

Seit März 2023 in Wädenswil angestellt

Der Mann war seit März 2023 bei der Kirche angestellt. Dass er sich an der Kollekte bedient haben soll, sorgt bei der Wädenswiler Kirchgemeinde für Verwunderung. Damit habe niemand gerechnet und man habe jemand anderen in Verdacht gehabt, lässt sich ein Kirchenmitglied zitieren. Der Mann wurde verhaftet und kam in Untersuchungshaft.

Kurz später informiert die katholische Kirche Wädenswil, dass der Priester von all seinen Aufgaben in der Pfarrei Wädenswil freigestellt werde. Zudem laufe ein Strafverfahren wegen finanzieller Unregelmässigkeiten.

Mehrere tausend Franken gestohlen

Ein Kirchenmitglied sagt gegenüber kath.ch, dass der Mann im Verdacht stehe, mehrere Tausend Franken entwendet zu haben, die genaue Summe kenne man aber nicht. Über die Motive des Manns ist bisher nichts bekannt. Der Priester selbst gebe zu, die 300 Franken gestohlen zu haben, die ihm nachgewiesen wurden. Das Geld habe er einer bedürftigen Familie gegeben.  Vorgeworfen wird ihm Veruntreuung in mindestens vier Fällen und in einer Höhe von mindestens 3000 Franken. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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(oeb)

veröffentlicht: 20. November 2023 10:54
aktualisiert: 20. November 2023 20:49
Quelle: ZüriToday

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