«Es wird zu viel gejammert»

Neue Strategie: Uster wirbt mit humorvollem Video um Lehrkräfte

· Online seit 01.02.2024, 17:34 Uhr
Um die freien Stellen für das kommende Schuljahr zu besetzen, setzt die Stadt Uster auf ein amüsantes Video über den vermeintlich perfekten Beruf. Damit geht die Schule neue Wege.

Quelle: Youtube / Primarschule Uster / ZüriToday / Olivia Eberhardt

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«Wir müssen uns als Standort und Schule sichtbar machen und uns positionieren», macht Markus Zollinger im Gespräch mit ZüriToday klar. Zollinger ist Abteilungsleiter Bildung und Gesamtschulleiter der Stadt Uster und damit mitverantwortlich für den neuesten Wurf der Schule.

«Es wird zu viel gejammert»

Im Videoclip erzählen Lehrpersonen von ihrem vermeintlich perfekten Beruf, nur um dann zu erleben, dass nicht alles perfekt ist. Das Video schliesst augenzwinkernd und mit der Botschaft «Bei uns ist nicht alles perfekt, aber wir geben jeden Tag unser Bestes.» Es sei wichtig, eine positive Message zu vermitteln, meint Zollinger. Gerade in Uster gebe es tolle Jobs, und «es wird zu viel gejammert.»

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Schulen müssen auf sich aufmerksam machen

Zollinger nimmt aber auch die Schulen in die Pflicht. Es reiche nicht mehr, Stellen einfach auszuschreiben. Man müsse den Lehrpersonen auch als Arbeitgeber etwas bieten und zum Beispiel auf den sozialen Medien auf sich aufmerksam machen. Diesen Weg beschreitet seine Schule. Sie teilen ihr Video auf der Website, Linkedin, Tiktok und Youtube und setzen darauf, dass es organisch geteilt wird.

«Statt wie bisher Geld primär in Anzeigen zu investieren, setzen wir unser Budget für die Produktion von diesen Videos ein», erklärt Zollinger. Die Produktion des Videos, die ein lokales Unternehmen übernommen hat, habe um die 10'000 Franken gekostet.

Zweites Video der Schule

Diese Strategie scheint für sie zu funktionieren. Die Schule veröffentlichte bereits im Juni 2022 ein Video, um Fachkräfte anzulocken. Damals, so Zollinger, sei die Situation angespannter gewesen, das Video eine «Notlösung».

Quelle: TeleZüri

In der Zwischenzeit habe sich die Lage an seiner Schule aber entspannt. Zwar sind immer noch Stellen für das kommende Schuljahr zu besetzen, «das ist aber völlig normal».

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veröffentlicht: 1. Februar 2024 17:34
aktualisiert: 1. Februar 2024 17:34
Quelle: ZüriToday

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