Zürich

18 Festnahmen und ein geklautes Boot – die Bilanz des Züri Fäschts 2023

Friedliches Fest

18 Festnahmen und ein geklautes Boot – die Bilanz des Züri Fäschts 2023

10.07.2023, 19:06 Uhr
· Online seit 10.07.2023, 15:23 Uhr
Von Freitag bis Sonntag verwandelte sich die Stadt Zürich in eine Mega-Chilbi. Die Veranstalter sind zufrieden und schauen auf drei gelungene Tage zurück. Polizei und Sanität hatten trotzdem einiges zu tun.

Quelle: Das Züri Fäscht 2023 in Zahlen / TeleZüri

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In der Stadt Zürich ist der Alltag mittlerweile wieder eingekehrt. Drei Tage lang war sie aber eine einzige Festhütte. Das Sicherheitsdepartement zieht am Montag eine positive Bilanz. Am Sonntag hätten nochmals mehrere hunderttausend Besuchende das Züri Fäscht besucht.

«Bis zum Festschluss um 23 Uhr kam es zu keinen gravierenden Zwischenfällen. Das Sicherheitsdepartement hatte deutlich weniger zu tun als an den beiden Vortagen», schreibt das Sicherheitsdepartement der Stadt Zürich in einer Medienmitteilung. Das ist passiert:

18 Festnahmen

Die Stadtpolizei Zürich nahm 18 Personen fest. Grund dafür sind unter anderem Delikte wie Diebstahl, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Handel mit Betäubungsmittel oder Körperverletzung. In einem Fall hielt die Wasserschutzpolizei einen Mann mit einem zuvor entwendeten Boot an und nahm ihn fest.

Illegale Drohnen

Einige Besucherinnen und Besucher wollten das Fest auf ihren privaten Drohnen festhalten. Dabei verstiessen sie aber gegen das Gesetz. Der Betrieb von privaten Drohnen, die über dem Festgelände eingesetzt wurden, beschäftigte die Stadtpolizei an allen Festtagen. «Gesamthaft wurden mehrere Dutzend Drohnen festgestellt.» Vereinzelt hätten die Piloten angehalten und kontrolliert werden können. Entsprechende Verzeigungen werden laut der Polizei nun geprüft.

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Verletzungen und doppelt so viele Herzkreislaufprobleme 

Alle Hände voll zu tun hatten auch die Rettungskräfte an den acht Sanitätsposten von Schutz & Rettung Zürich. Sie führten 690 Behandlungen durch. Dies entspricht laut dem Sicherheitsdepartement dem letzten Züri Fäscht von 2019. Am häufigsten handelte es sich um Schnittwunden und Schürfungen (243). Auch zogen sich die Besuchenden Verletzungen wie Prellungen und Stauchungen (67) sowie Insektenstiche (26) und Blasen (37) zu. Insgesamt in 99 Fällen war eine medizinische Versorgung wegen übermässigen Alkoholkonsums notwendig.


In 50 Fällen leisteten die Rettungskräfte wegen Herzkreislaufproblemen Hilfe. Dabei handelt es sich im Vergleich zum letzten Züri Fäscht um eine fast doppelt so hohe Anzahl. «Der Anstieg kann unter anderem auf das sehr schöne und heisse Wetter zurückgeführt werden.» 15 Behandlungen waren wegen Hitzeschlägen und Sonnenstichen nötig.

Das Sicherheitsdepartement zeigt sich erfreut darüber, dass es abgesehen von zwei Vorfällen keine schweren Verletzungen gab. In einem Fall verletzte sich eine junge Frau am Oberkörper und musste von der Sanität ins Spital gebracht werden, nachdem sie zuvor über einen Zaun geklettert war. Zudem erlitt eine Person einen Herzinfarkt. Gesamthaft wurden 51 Personen ins Spital gebracht. Während einer medizinischen Behandlung wurde eine Rettungssanitäterin tätlich angegriffen. Diese wurde leicht verletzt.

Feuer an Essensständen

Am Samstag brannte eine Fritteuse. Am Sonntagmittag brach in einem Essensstand ein Feuer aus, das diesen total zerstörte, wie ein Video zeigt. Die Brände konnten laut der Mitteilung rasch gelöscht werden. Verletzt wurde niemand.

Quelle: ZüriToday

(joe/bza)

veröffentlicht: 10. Juli 2023 15:23
aktualisiert: 10. Juli 2023 19:06
Quelle: ZüriToday

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