Schlechtes Benehmen

Schweizerin gehört zu unfreundlichsten Touristen

18.01.2024, 12:58 Uhr
· Online seit 20.12.2023, 10:59 Uhr
Touristinnen und Touristen sind Freud und Leid zugleich. Während sie vielen Orten wichtige Einnahmen bringen, strapazieren sie regelmässig die Nerven der Einheimischen – so auch eine Schweizer Touristin in Rom.
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Eine Schweizerin hat es unter die unfreundlichsten Touristinnen und Touristen des Jahres 2023 geschafft. Laut dem deutschen Portal «Aussiedlerbote» wurde das Mädchen im Juli dabei erwischt, wie sie ihren Namen in das Kolosseum in Rom geritzt hat. Einen Tag darauf machte sich ein deutscher Jugendlicher in ähnlicher Form am Kulturerbe in der italienischen Hauptstadt zu schaffen.

Das Verewigen auf bekannten Bauten ist nur ein Vorfall von vielen – im Ausland für Empörung gesorgt haben unter anderem auch Nacktheit, Betteln und verirrte Autos.

Italien – insbesondere Florenz – trafen die schlechten Manieren von Reisenden besonders hart: Übers ganze Jahr über haben sich Touristinnen und Touristen bei der berühmten Ponte Vecchio schlecht benommen. Ein Amerikaner passierte die Fussgängerbrücke im Januar mit dem Auto – er kassierte dafür eine Busse von 500 Euro. Im Sommer sprayten dann zwei Deutsche ein Graffiti auf einen Korridor nahe der Brücke – beide wurden festgenommen.

In Florenz verirrte sich im Frühling zudem ein knallroter Ferrari eines amerikanischen Touristen in der Fussgängerzone der Piazza della Signoria. Ein teurer Ausflug, wurde der 43-jährige Lenker doch zu einer Geldstrafe von 470 Euro verurteilt.

Und nochmals Italien: Für das perfekte Foto stiess eine Gruppe deutscher Touristen am Comersee im August noch eine Statue um.

Halbnackt auf Fotos, Betteln und Junggesellenabschiede

Beim Fotografieren gebüsst wurde auch ein russischer Tourist in Bali. Er wollte sich unten ohne vor einer heiligen Stätte ablichten lassen. Für sein Verhalten wurde er abgeschoben – trotz der Bemühungen einer balinesischen Geschäftsfrau, die zwischen ihm und Einheimischen vermittelte.

Auf Unverständnis sind Touristinnen und Touristen auch in Hongkong gestossen. Sie bettelten im Frühling in den Strassen, um sich ihre Reise finanzieren zu können.

Für Aufruhr sorgten dieses Jahr auch junge britische Männer: Amsterdam startete gar eine sogenannte Stay-away-Kampagne, um diese davon abzuhalten, in der Stadt ihren Junggesellenabschied zu feiern. Im britischen Lake District entdeckten Passanten eine Gruppe junger Männer, die beim Wandern Pilze konsumiert haben und «desorientiert» wirkten.

(sst)

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veröffentlicht: 20. Dezember 2023 10:59
aktualisiert: 18. Januar 2024 12:58
Quelle: Today-Zentralredaktion

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