Weekend-Tipps

Lichter, Sterne und Wilhelm Tell: Was das Wochenende so alles bietet

Maurus Held, 22. April 2022, 12:43 Uhr
An alle, die an diesem Wochenende noch nichts Konkretes geplant haben: Keine Panik, wir haben fünf coole Tipps für euch parat – ja, auch Indoor-Tipps. Nur für den Fall. Es ist schliesslich immer noch April.
Claude Monets Werke werden in der MAAG-Lichthallte auf 40 Projektoren gezeigt.
© zuerich.com

So ganz richtig wills bisher noch nicht mit dem Frühling und den warmen Temperaturen. Das soll dich aber nicht davon abhalten, dir ein cooles Wochenende zu machen. Wenn du noch nicht genau weisst, wie, dann darfst du dich gerne von unseren Tipps inspirieren lassen. In Zürich kannst du nämlich eine ganze Menge machen:

Den FC Zürich im Letzigrund anfeuern

Fangen wir sportlich an: Der FCZ spielt am Samstagabend um 17.30 Uhr gegen Sion vielleicht sein letztes Spiel als Nicht-Meister. Wenn er nämlich gegen die Walliser gewinnt und der Zweitplatzierte FC Basel am Tag darauf gegen Luzern verliert, steht der Stadtzürcher Club offiziell als Schweizer Meister fest.

Die Spieler um Kapitän Yanick Brecher könnten am Sonntag vor dem Fernseher also bereits eine kleine Party anstimmen. Die offizielle Meisterfeier steigt dann am 22. Mai, dem letzten Spieltag, auf dem Helvetiaplatz. Am Samstag müssen gegen Sion aber zuerst drei wichtige Punkte eingefahren werden. Der Letzigrund wird gut gefüllt sein – wenn dir stimmungsvolle Fussballabende zusagen und du den FCZ unterstützen willst, dann ist das unser Tipp für dich.

Die FCZ-Spieler bejubeln ein Tor – und bald auch den Meistertitel?
© Keystone/Ennio Leanza

In die Welt des Monet eintauchen

In der Lichthalle MAAG findet aktuell «Monet's Immersive Garden» statt, und so auch diesen Samstag und Sonntag ab 10 Uhr. Besuchende bekommen eine 360-Grad-Erlebnisreise durch die Geschichte und die Werke des Franzosen Claude Monet, einem der prägendsten Künstler des vergangenen Jahrhunderts, geboten. 40 Projektoren erzeugen dabei in Verbindung mit Musik eine berauschende Farbwelt.

Tickets für die Monet-Ausstellung können hier bezogen werden.

Eine eigene Lichtshow veranstalten

Bleiben wir beim Eintauchen in fürs Auge faszinierende Welten: Im WOW Museum in der Werdmühlestrasse kann jeder zum Lichtkünstler werden, schreiben die Veranstalter. Denn: Die Besuchenden können eine ganz eigene Lichtshow gestalten, und zwar auf virtuellen Instrumenten in einem Licht-Spiegellabyrinth. Dieses Labyrinth gibt es so weltweit nur in Zürich. Wer also in Muster eintauchen, in Spiegeln versinken oder sich über die eigene Wahrnehmung wundern und staunen möchte, ist im WOW Museum genau richtig.

Möglich ist dies samstags und sonntags ab 8 Uhr bis 21:15 Uhr beziehungsweise 19:15 Uhr für rund eine Stunde. Die Tickets können hier bezogen werden – Achtung: sie sind recht beliebt, allzu lange zögern liegt womöglich nicht drin. Und auch wichtig: Nimm dein eigenes Smartphone oder Tablet mit!

Den Sternen ein Stück näher kommen

Was unterscheidet Sterne von Planeten? Wie viele Monde hat Jupiter? Falls dich die Astronomie interessiert, solltest du am Samstagabend um 21 Uhr zur Urania-Sternwarte gehen. Diese bietet nämlich die Möglichkeit, bei klarem Himmel das Sonnensystem und die unzähligen Sterne durch das Teleskop zu bewundern. Fachleute bieten dort Führungen an und vermitteln einen detaillierten Einblick ins Universum und seine Beschaffenheiten. Wenn das kein himmlisches Erlebnis ist.

Die Führung kostet für Erwachsene 20 Franken, Jugendliche bis 16 Jahre und Studenten zahlen 15 Franken. Kinder bis elf Jahre geniessen gratis Eintritt. Tickets findest du hier.

Wilhem Tell beim Befreien zusehen

Am Samstagabend um 20 Uhr findet im Pfauen, gegenüber vom Kunsthaus am Heimplatz gelegen, die Premiere von Friedrich Schillers «Wilhelm Tell» statt, und zwar nach der Umsetzung des Regisseurs Milo Rau.

Dessen Stück verspricht – trotz des jahrhundertealten Tell-Mythos – zeitgenössisches Theater: «Die Strassen der Welt sind voll von ihnen: Protestierende, Feminist*innen, Trumpist*innen, Wissenschaftler*innen, Impfgegner*innen, Kapitalismuskritiker*innen.» Sie alle würden Freiheit fordern, schreiben die Veranstalter. Aber welche genau? «Zeit, einen sogenannten Freiheitshelden zu befragen.» Und so begibt sich Rau auf einen Roadtrip durchs Land auf Wilhelm Tells Spuren. Wenn du ihn dabei begleiten willst, kannst du dir hier deine Tickets ergattern.

Auf den Spuren der Freiheit: Regisseur Milo Rau inszeniert am Schauspielhaus Zürich Friedrich Schillers «Wilhelm Tell».
© Keystone

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 22. April 2022 15:20
aktualisiert: 22. April 2022 15:20
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