«Geschmacklosigkeit»

Deutscher Supermarkt stellt ausgestopftes Kalb in Filiale

· Online seit 06.01.2023, 17:43 Uhr
Immer mehr Menschen nehmen sich vor, auf tierische Produkte zu verzichten – sei es aus Rücksicht auf das Klima oder das Tierwohl. In Deutschland empören sich Kunden derweil ab einem ausgestopften Kalb in einer Edeka-Filiale.
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Viele Menschen wollen gerade Anfangs Jahr ihren Alltag verändern. Mehr Sport, Diäten, ein Monat kein Alkohol – Vorsätze gibt es viele. Der neueste Trend nennt sich «Veganuary», wo man sich einen Monat lang vegan ernähren soll.

Doch der Trend ist wohl noch nicht bei einer Edeka-Filiale in Hennigsdorf, nahe der deutschen Hauptstadt Berlin, angekommen. Kundinnen und Kunden fanden dort nämlich ein ausgestopftes Kalb vor, das auf einem Berg aus Leberwurstgläsern thronte. Das ausgestopfte Bullenkalb erhielt gar einen Namen: Um den Hals hing ein Schild mit der Aufschrift «Anton».

Eine aufgebrachte Kundin fotografierte das Kalb und postete Fotos davon auf Instagram. Empört schrieb sie dazu: «An Geschmacklosigkeit nicht zu übertreffen, eine ausgestopfte Seele in einem Edeka, in einem Supermarkt so zu entwerten.»

Von «grässlich» bis lehrreich

Die Meinungen dazu gingen derweil auf Social Media auseinander. Ein Nutzer meinte etwa: «Also das hätte ich sogar zu den Zeiten grässlich gefunden, als ich noch selber Fleisch gegessen hab.» Hingegen lehrreich empfanden es andere, «da Kinder oft zu glauben scheinen, Wurst käme aus dem Regal. Ein Tier mit dem Konsum in Verbindung zu bringen, kann sensibilisieren.»

Egal was man von der Aktion hält: Nachdem es zu viele Beschwerden wegen «Anton» gegeben hatte, zog der Laden die Reissleine und entfernte das Bullenkalb aus dem Laden. Was aus ihm wurde, ist nicht bekannt. (jaw)

veröffentlicht: 6. Januar 2023 17:43
aktualisiert: 6. Januar 2023 17:43
Quelle: Today-Zentralredaktion

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