Unihockey-WM in Zürich & Winterthur

Spieler wollen Edelmetall, Veranstalter setzen auf grün

Maarit Hapuoja, 4. November 2022, 17:30 Uhr
Am Samstag beginnt die Unihockey-Weltmeisterschaft in Zürich und Winterthur. Das Schweizer Team will eine Medaille und ist ready für das Turnier. Die Veranstalter haben noch einiges auf dem Plan bis Samstag. Das oberste Ziel dieses Jahr: klimaneutral sein.
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Die Unihockey-WM in Winterthur und Zürich steht vor der Tür. Am Samstag startet das Turnier mit dem Spiel zwischen Deutschland und Schweden um 12.00 Uhr in der Axa Arena in Winterthur. Nach der Eröffnungsfeier in Zürich dürfen dann gleich die Schweizer ran. Um 17 Uhr steht ihnen Gegner Norwegen in der Swiss Life Arena gegenüber.

Die Spieler sind bereit, voller Vorfreude und wollen jetzt «ankommen und spüren, dass es losgeht», wie Goalie Pascal Meier sagt. Das Zürcher Stadion hingegen ist erst noch in der Aufbauphase. «Die Swiss Life Arena verwandelt sich gerade von einem Hockey-Stadion zum Unihockey-Stadion», so WM-Geschäftsführer Daniel Kasser.

Grosse Träume, realistische Ziele

Am Sonntag ist das Schweizer Team von der WM-Vorbereitung aus Gstaad zurückgekehrt. «Wir können es kaum abwarten, bis es losgeht», erzählt Pascal Meier im Interview mit ZüriToday. Der 30-jährige Goalie des HC Rychenberg spüre eine gewisse Anspannung, aber auch eine grosse Freude. Die Ziele seines Teams, die sind klar. «Was wir wollen, ist eine Medaille. Wir wollen ins Final, wir träumen von ganz Grossem.» Trotzdem sei für die Schweizer Unihockeyaner wichtig, Spiel für Spiel zu nehmen.

Am Freitag trainiert das Schweizer Team zum letzten Mal vor WM-Start, dies in der neuen Zürcher Swiss Life Arena. Meier weiss, warum dieses Freitagstraining so wichtig ist. «Es geht dabei um das Ankommen, das Spüren des Teamspirits und das Trainieren im Stadion, so wie es im WM-Kleid daherkommt.»

«Wir sind noch nicht ganz bereit»

Fertig umgebaut werde das Zürcher Stadion aber erst noch, sagt WM-Geschäftsführer Daniel Kasser. «Wir sind zurzeit im Aufbau, es wird gerade der Boden verlegt.» Alles werde so präpariert, dass das Stadion in der Farbwelt der Unihockey-WM erscheine. «Als Unihockey-Fan soll man ins Stadion kommen und ein Unihockeystadion betreten und nicht ein Hockeystadion.»

Auch sonst passiere noch extrem viel in den letzten Tagen vor Beginn der WM. «Teams reisen an und trainieren und viele organisatorische Dinge wie Volunteering starten erst jetzt so richtig», sagt Kasser.

Maximal 3000 Tonnen CO₂ ausstossen

Die Unihockey-WM 2022 soll die erste klimaneutrale Unihockey-WM der Geschichte werden. Man wolle aber nicht den CO₂-Ausstoss messen und dies entsprechend finanziell kompensieren. «Wir haben uns das Ziel gesetzt, maximal 3000 Tonnen CO₂ auszustossen. Wir haben den CO₂-Ausstoss an der WM in Prag 2018 gemessen und auf dieser Grundlage Massnahmen beschlossen», erklärt Daniel Kasser.

Die Bereiche mit dem grössten Einsparpotenzial seien Mobilität, Catering und Materialmanagement. Um bei ersterem den CO₂-Ausstoss zu reduzieren, reisen Teams unter anderem auch mit ÖV in die Schweiz. «Zum Beispiel Tschechien», sagt Kasser und fügt hinzu: «Wir haben mit den Teams angeschaut, was der beste Weg in die Schweiz ist. Aus Osteuropa ist der Weg mit dem Zug derjenige mit dem kleinsten CO₂-Ausstoss.»

Klimaneutral, so nah wie noch nie und mit einem gut besetzten Team. Willst du das Schweizer Team live miterleben? Das sind alle Spieldaten:

Die zwei besten der Gruppe qualifizieren sich jeweils direkt für das Viertelfinale. Hopp Schwiiz!

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 4. November 2022 16:58
aktualisiert: 4. November 2022 17:30