Tourismus

Schweizer Hotels ziehen auch über Weihnachten viele Gäste an

· Online seit 14.12.2023, 16:21 Uhr
Skifahren, Brot ins Fondue tunken, über Weihnachtsmärkte schlendern: Die Schweiz ist als Reiseziel in der Adventszeit beliebt. Manche Orte sind im Dezember gefragter als andere, wie die Anzahl Übernachtungen der Hotels zeigen.

Quelle: Tourismuszahlen erholen sich nach Covid-Pandemie / Beitrag vom 6. August 2023 / Tele M1

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#SwitzerlandWinterWonderland: Unter diesem Hashtag tauchen auf Instagram 35'000 Foto- und Videobeiträge auf. Winter in der Schweiz scheint in der virtuellen Welt beliebt zu sein. Spiegelt sich die Beliebtheit auch in der Tourismusbranche wider? Und welche Schweizer Reisedestinationen boomen in der Weihnachts- und Winterzeit?

Schweizer Hotels rechnen mit vielen Buchungen über Weihnachten

Die Tourismusanbieter blicken gemäss einer Mitteilung von Schweiz Tourismus zuversichtlich auf die Wintersaison. Bei den Übernachtungen wird im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von drei Prozent erwartet. Dies hat eine Umfrage bei Schweizer Hotels im November ergeben.

«Zahlreiche Anbieter und Fachleute aus der Tourismusbranche melden uns in unserer Umfrage, dass sie viele Reservationen absehen können über die Festtage», schreibt André Aschwanden, Sprecher der Tourismusorganisation, auf Anfrage der Today-Redaktion. Dies bedeute aber nicht, dass alle Unterkünfte in der Schweiz ausgebucht seien.

Wie viele Betten in den Schweizer Hotels diesen Dezember wirklich belegt sind, wird erst in zwei Monaten ersichtlich sein. Dann werden die Übernachtungszahlen vom Bundesamt für Statistik veröffentlicht. Die Umfrage lässt aber eine Prognose zu, welche Hotels gut gebucht sein werden.

Graubünden top, Jura flop

Am beliebtesten sind die klassischen Skigebiete. Diese seien bei Schweizer wie bei europäischen Gästen sehr beliebt, erläutert André Aschwanden. Dass Skigebiete im Dezember im Trend liegen, ist keine grosse Überraschung – und bestätigen auch die Übernachtungszahlen vom Dezember 2022: Die Ski-Kantone Graubünden und Wallis lagen zusammen mit dem Kanton Zürich an der Spitze bei der Anzahl Logiernächte. Schlusslicht ist der Kanton Jura.

Das sind die beliebtesten Schweizer Städte im Dezember

Neben den Skigebieten sind gemäss Schweiz Tourismus auch die Städte im November und Dezember sehr beliebte Reiseziele bei einheimischen und ausländischen Gästen. Dies zeigen die Logiernächte von November und Dezember im Vorjahr. 2022 gab es in diesem Zeitraum insgesamt 2,8 Millionen Hotelübernachtungen. Das sind fast fünf Prozent mehr als 2019 – und bestätigt einen langjährigen Trend.

Diese Stadt ist im Dezember am beliebtesten:

Die fünf beliebtesten Städte nach Anzahl Übernachtungen (inklusive Geschäftsreisen

  1. Zürich
  2. Genf
  3. Zermatt
  4. Basel
  5. Luzern

«Auch mit dem pandemiebedingten Einbruch lässt sich längerfristig seit vielen Jahren feststellen, dass immer mehr Reisende in Schweizer Städten übernachten», erklärt Aschwanden die Entwicklung.

Das liege einerseits daran, dass Städte vom Geschäfts- und Kongresstourismus profitieren. Doch die Schweizer Städte seien auch dank Weihnachtsmärkten und anderen Adventsattraktionen sehr beliebt.

Dezember 2022 stellte einen Rekord auf

Im Dezember 2022 verzeichneten die Schweizer Hotels knapp drei Millionen Logiernächte, so viele wie noch nie. 1,5 Millionen Übernachtungen waren von ausländischen Gästen, wie Aschwanden erklärt. Das Vor-Pandemie-Niveau wurde damit noch nicht wieder ganz erreicht. 2019 waren es noch zwei Prozent mehr Übernachtungen.

Anders sieht es bei den Schweizer Hotelgästen und -gästinnen aus. Im Dezember 2022 gab es ebenfalls etwa 1,5 Millionen Übernachtungen von einheimischen Gästen – das ist gegenüber 2019 ein Anstieg von 13 Prozent.

Die Weihnachtszeit ist aber nicht die stärkste Zeit des Schweizer Tourismus. Am meisten Logiernächte gab es 2022 im Sommer. Den knapp drei Millionen Übernachtungen im Oktober stehen 4,5 Millionen Übernachtungen im Juli und August gegenüber.

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veröffentlicht: 14. Dezember 2023 16:21
aktualisiert: 14. Dezember 2023 16:21
Quelle: ZüriToday

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