Leichenfund

Polizei nimmt im Fall Niederwangen eine Person fest

03.02.2022, 16:40 Uhr
· Online seit 03.02.2022, 16:30 Uhr
Im Fall des am Dienstagabend in Niederwangen BE tot aufgefunden Mädchens hat die Berner Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen vorsätzlicher Tötung eröffnet. Das gab sie am Donnerstag bekannt. Eine Person aus dem Umfeld des Kindes wurde festgenommen.

Quelle: CH Media Video Unit / Katja Jeggli / TeleBärn

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Wie die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland weiter bekanntgab, wird nun abgeklärt, ob und inwiefern die angehaltene Person im Zusammenhang mit dem Tod des Mädchens eine Rolle spielt. Entsprechend liefen weiterhin umfangreiche Ermittlungen. Dazu gehörten beispielsweise Arbeiten im Bereich der Spurenauswertung.

Auch diverse Befragungen und Untersuchungen zur genauen Todesursache seien weiterhin im Gang. Erste rechtsmedizinische Untersuchungen seien getätigt.

Jolanda Egger, Mediensprecherin der Berner Kantonspolizei, sagte auf Anfrage, Staatsanwaltschaft und Polizei gingen von einem Delikt aus. Doch könne ein Unfallgeschehen derzeit noch nicht definitiv ausgeschlossen werden. Das Mädchen habe Verletzungen aufgewiesen. Welcher Art sie sind, gibt die Polizei nicht bekannt. Laut der Rechtsmedizin gebe es aber keine Hinweise auf ein Sexualdelikt.

Grosseinsatz der Polizei

Die Leiche des achtjährigen Mädchens aus dem Kanton Bern war am Dienstagabend in der Nähe der neuen Siedlung «Papillon» bei Niederwangen aufgefunden worden. Bereits in den Abend- und Nachtstunden des Dienstags standen zahlreiche Polizistinnen und Polizisten im Einsatz, um nach Spuren zu suchen.

Am Mittwoch setzte die Polizei die Ermittlungen vor Ort fort. Dutzende Polizisten waren in dem grossräumig abgesperrten Waldstück im Einsatz. Das Care-Team des Kantons Bern betreute am Mittwoch in der Schule von Niederwangen Klassenkameradinnen und -kameraden des verstorbenen Mädchens. Die Polizei erliess auch einen Zeugenaufruf, der laut Mediensprecherin Egger zu zahlreichen Meldungen führte.

«Grosse Tragödie» für Könizer Gemeinderat

Der Könizer Bildungsvorsteher Hans-Peter Kohler sprach in einem auf dem Newsportal «blick.tv» gezeigten Video und in anderen Medien von einer «grossen Tragödie». Bevölkerung und Gemeinderat von Köniz - einer über 40'000 Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Gemeinde südwestlich von Bern - seien sehr bestürzt.

In Gedenken an das verstorbene Mädchen legten am Mittwoch und Donnerstag Personen aus Niederwangen im Papillon-Quartier Kerzen, Blumen und Plüschtiere nieder.

veröffentlicht: 3. Februar 2022 16:30
aktualisiert: 3. Februar 2022 16:40
Quelle: sda

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