Schweiz

«Habs nur gut gemeint»: Krypto-Millionär reagiert auf Kritik

Riesen-Feuerwerk in Zug

«Habs nur gut gemeint»: Krypto-Millionär reagiert auf Kritik

26.07.2023, 08:48 Uhr
· Online seit 26.07.2023, 05:40 Uhr
Es soll das grösste Feuerwerk der Zuger Kantonsgeschichte werden. Krypto-Millionär Niklas Nikolajsen plant, anlässlich des 1. August ein grosses Feuerwerk über dem Zugersee für den ganzen Kanton zu spendieren. Das kommt nicht bei allen gut an. Tausende Leute kommentieren das Vorhaben in den sozialen Medien. Nun reagiert Niklas Nikolajsen auf die Vorwürfe.
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Angefangen hat alles mit einem Social-Media-Post des dänischen Bitcoin-Millionärs, in dem er seine Pläne für den 1. August preisgibt. Der Nachthimmel soll mit mehr als 1200 Mörser- und Chrysanthemenbomben erleuchtet und die lange Feuerwerkstradition des Kantons Zug wieder zum Leben erweckt werden. Die Finanzierung übernimmt er vollständig – eine Bewilligung hat er ebenfalls. Entgegen der Erwartung des Millionärs hagelte es für dieses Vorhaben Kritik aus der Bevölkerung, aber auch aus der Politik.

«Geld kann man sinnvoller ausgeben»

Bei einer Umfrage auf der Strasse reagiert ein Teil der Zuger Bevölkerung genervt: «Ich halte nichts von Feuerwerken und es ist schlimm, dass Leute, die Geld haben, machen können, was sie wollen», so eine Passantin. Eine weitere Zugerin findet, dass man das Geld sinnvoller ausgeben könnte.

Auch auf Social Media reagieren viele Userinnen und User negativ auf das geplante Feuerwerk:

Und nicht zuletzt reagiert die Politik auf Niklas Nokolajsens Pläne. Die SP kann den Widerstand der Leute verstehen: «Aus Umwelt-, Tier- und Lärmschutzgründen erachten wir Grossfeuerwerke grundsätzlich als überholt», schreibt die SP-Fraktion in einer Mitteilung. Es gäbe heutzutage genügend Alternativen zum Feuerwerk.

So reagiert Nikolajsen auf die Vorwürfe

Dass sein Vorhaben solch hohe Wellen schlägt, damit hat Krypto-Millionär Niklas Nikolajsen nicht gerechnet. «Ich kann die Leute zu einem gewissen Grad verstehen», sagt er gegenüber PilatusToday und Tele 1. Das Feuerwerk sei jedoch schon lange geplant und somit gut durchdacht.

Beim Feuerwerk handle es sich um hochwertiges Material, wobei es nicht viel Abfall verursachen werde. Sollte trotzdem Material übrig bleiben, so würde er sich darum kümmern, betont Nikolajsen im Interview. Auch um den CO2-Ausstoss habe er sich im Vorhinein Gedanken gemacht. Der gebrauchte Sprengstoff soll weniger CO2 ausstossen als beispielsweise Benzin. Weiter wurde das Schiesspulver speziell hergestellt, sodass das Feuerwerk schliesslich beinahe eine Netto-Null-Bilanz habe.

Dass die Leute nun über ihn urteilen und ihm vorwerfen, dass er sein Geld aus dem Fenster werfe und nicht sinnvoll ausgebe, finde er nicht fair. «Man kann von mir halten, was man will. Mir vorwerfen, dass ich mein Geld nicht genügend spende, kann man nicht», erklärt er sich. So würde er regelmässig wohltätige und kulturelle Organisationen unterstützen.

Geste wird auch geschätzt

Schlussendlich meine er es mit dem 1. August-Feuerwerk nur gut und möchte den Leuten damit eine Freude machen. Die Geste sorgt aber nicht nur für kritische Stimmen – Niklas Nikolajsen findet auch viele Unterstützer in den sozialen Medien.

veröffentlicht: 26. Juli 2023 05:40
aktualisiert: 26. Juli 2023 08:48
Quelle: PilatusToday

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