Feusisberg SZ

Dritter Bauarbeiter tot aus Trümmern geborgen

13. Mai 2022, 08:12 Uhr
Nach dem Baugrubeneinsturz am Donnerstag konnte am selben Abend eine Person geborgen werden, von der zweiten war der Standort bekannt. Am Freitagmorgen kam dann die traurige Gewissheit, dass alle drei Arbeiter beim Unglück ums Leben kamen.
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Am Donnerstagabend um 21.30 Uhr waren die Bergungsarbeiten noch in vollem Gang. Einer der Arbeiter konnte bereits am Abend nur noch tot geborgen werden. Wie die Kantonspolizei Schwyz am Freitagmorgen in einer Mitteilung schreibt, konnte man auch die anderen zwei Arbeiter nicht mehr lebend retten. Damit haben sich die Hoffnungen, den dritten Vermissten lebend zu bergen, zerschlagen. Diese Hoffnung hatte die Polizei am Donnerstagabend noch geäussert.

Die Bergungsarbeiten konnten kurz vor Mitternacht abgeschlossen werden. Einzelne Einsatzkräfte standen allerdings noch die ganze Nacht im Einsatz. In der Zwischenzeit hat die Staatsanwaltschaft die Baustelle freigegeben. Das heisst, sie kann wieder betreten werden.

Rettungs- und Hundeteams im Einsatz

Wieso die drei Arbeiter von 400 Kubik verschüttet wurden, ist noch nicht klar und wird nun untersucht. Bei den Verschütteten handelt es sich laut Polizeiangaben um Mitarbeitende einer Baufirma. Insgesamt standen rund 90 Personen im Einsatz, darunter auch vier Rettungs- und Suchhundeteams.

Wie es zu dem Baugrubeneinsturz kam, ist weiterhin Gegenstand der laufenden Strafuntersuchung, schreibt die Polizei weiter.

REDOG im Einsatz nach Einsturz einer Baustelle in Feusisberg SZ. Heute früh hatte die Kantonspolizei Schwyz REDOG...

Posted by REDOG - Such- und Rettungshunde on Thursday, May 12, 2022

Hoffnung nicht aufgegeben

Der Unfall löste ein Grossaufgebot der Einsatzkräfte aus. Rund 90 Personen waren im Einsatz. «Die grosse Herausforderung des Schadenplatzes ist, dass die Baugrube nicht gesichert ist.» Konkret hiess das: «Bevor wir mit der Rettung beginnen können, muss uns der Bauingenieur versichern, dass die Rettungskräfte nicht gefährdet sind», so Michael Marty am Donnerstagabend. Bis zuletzt habe man aber die Hoffnung nicht aufgegeben, die vermisste dritte Person noch lebend aus den Trümmern retten zu können. Bei den Verschütteten handelte es sich laut der Schwyzer Polizei um Mitarbeitende einer Baufirma.

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Quelle: BRK News

Beton und Erde

Der Unfall ereignete sich am Donnerstag kurz nach 10 Uhr bei einer Baustelle bei einem bestehenden Gebäude. «Wir hatten am Morgen die Meldung erhalten, dass die Baugrube in Feusisberg teilweise eingestürzt ist. Wir sind danach ausgerückt und mussten feststellen, dass drei Personen verschüttet wurden», erklärte Michael Marty. Die drei Arbeiter hätten Vorbereitungsarbeiten für einen Bau ausgeführt. Dabei sei es um Erdbewegungen gegangen.

Aus noch unbekannten Gründen stürzte die Baugrube ein und verschüttete die Männer. Beim Bauschutt habe es sich um eine Mischung aus einer Betonmauer und Erdreich gehandelt.

(roa)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 13. Mai 2022 07:20
aktualisiert: 13. Mai 2022 08:12
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