Schmaus oder Graus?

Zürcher Spezialitäten in veganer Form

9. Februar 2022, 17:54 Uhr
Ob herzhaftes Zürcher Geschnetzeltes oder süsse Luxemburgerli. Diese kulinarischen Klassiker sind aus Zürich nicht mehr wegzudenken. Doch schmecken die städtischen Originale auch in veganer Ausführung? Hier sind drei einfache Rezepte zum Ausprobieren. En Guete!
Auch vegan richtig fein: Der Zürcher Klassiker mal anders
© Keystone, Luis Berg

Zürcher Soja-Geschnetzeltes

Cremig ohne schlechtes Gewissen: Auch die fleischlose Variante des Zürcher Geschnetzeltes macht Lust auf mehr

© Keystone, Martin Ruetschi

In knapp 40 Minuten kannst du das wohl bekannteste Gericht Zürichs auf vegane Art und Weise zubereiten. Das Soja-Geschnetzelte passt wunderbar zu Rösti, Spätzle oder Reis. Für die einfache Zubereitung brauchst du für zwei Personen folgende Zutaten:

  • 120 g Soja-Schnetzel
  • 1 Zwiebel, feingehackt
  • 250 ml Sojasahne
  • 125 ml Weisswein
  • 250 g Champignons in feinen Scheiben
  • 3 Esslöffel glattblättrige Petersilie, fein gehackt
  • 50 ml Gemüsebrühe
  • 5 TL Gemüsebrühe-Pulver
  • 2 TL Paprikapulver
  • Olivenöl
  • 1 TL Mehl
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz 
  • Pfeffer

Und so wirds gemacht:

1,5 Liter Wasser zum Kochen bringen, mit Gemüsebrühe- und Paprikapulver würzen und Lorbeerblätter, Salz und Pfeffer dazugeben. Die Soja-Schnetzel in der würzigen Brühe für circa 15 Minuten weichkochen. In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und fein hacken und die Champignons in Scheiben schneiden. Soja-Schnetzel abgiessen und gut ausdrücken. Etwas Öl in eine Pfanne geben und Soja-Schnetzel knusprig anbraten. Anschliessend herausnehmen und zur Seite stellen.

Die Zwiebel in der Pfanne glasig dünsten. Die Pilze dazu geben und braun braten. Mehl darüber geben, verrühren und gut anrösten. Mit Weisswein ablöschen und kurz einkochen lassen. Sojasahne und Gemüsebrühe dazugeben. Nach Belieben mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen und auf niedriger Temperatur einkochen lassen. Sobald die gewünschte Konsistenz erreicht ist, Soja-Schnetzel dazugeben. Mit Petersilie garnieren. Fertig ist der absolute Klassiker.

Veganes Birchermüesli 

Der Frühstücksklassiker: Das legendäre Birchermüesli

© Getty

Dieser gesunde Energiegarant verzichtet komplett auf Produkte tierischen Ursprungs. Heisst: Keine Milch, kein Joghurt, kein Rahm. Für einen aktiven Start in den Tag ohne schlechtes Gewissen. Für 4 Portionen brauchst du folgende Zutaten:

  • Grobe Vollkorn-Haferflocken
  • 1 Apfel, gerieben
  • 2 dl Mandeldrink
  • 200 g Sojajoghurt
  • 25 g Rosinen
  • 1 EL Baumnusskern, gehackt
  • 1 EL Mandelblättchen
  • 1 EL Rohrzucker
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 EL Orangensaft

Und so wirds gemacht:

Um das Birchermüesli geniessen zu können, einfach alle Zutaten gut verrühren und zugedeckt über Nacht kühl stellen. Das Müesli dann in Schalen anrichten und mit Toppings wie Him-, Heidel- oder Erdbeeren, aber auch Bananen, Granatapfelkernen, Kokosraspel, Chiasamen oder Nüssen verzieren. Notiz am Rande: Das Müesli kann man auch ganz einfach portionenweise tiefkühlen. Einfach am Abend vorher herausnehmen und im Kühlschrank auftauen lassen.

Luxemburgerli ohne Ei

Bunt, süss und ohne tierische Produkte: Vegane Luxemburgerli
© Unsplash

Auch zuckersüsse Luxemburgerli lassen sich auf vegane Art und Weise zubereiten. Für die bunten Verführer brauchst du für 15 Stück nur folgende Zutaten:

  • 2 EL Aquafaba (veganer Eischnee)
  • 100 g Zucker
  • 80 gemahlene Mandeln ohne Schale
  • 75 g Puderzucker
  • 50 g tiefgekühlte Himbeeren
  • 1 TL Agar Agar
  • 1 TL Zitronensaft
  • Lebensmittelfarbe in Pulverform

Und so wirds gemacht:

Aquafaba verrühren und 60 g Zucker langsam in die Flüssigkeit geben. Wenn es fest ist, Lebensmittelfarbe unterrühren. Puderzucker und Mandeln im Food Processor zu feinem Mandelmehl mahlen. Falls es zu grobkörnig ist, Mandelmehl einmal absieben und gröbere Stücke herausnehmen. Aquafaba-Masse dem Mandelmehl unterheben und alles gut vermischen. In eine Spritztülle geben und die Macaronhälften auf ein Backpapier spritzen. Das Blech leicht schütteln oder anklopfen, damit sich die Kleckse glätten und die Luftbläschen entweichen. Die Macaronhälften zwei Stunden trocknen lassen.

In der Zwischenzeit für die vegane Ganache die Himbeeren auftauen, pürieren und durch ein Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen. Mit Agar Agar, 40 g Zucker und Zitronensaft verrühren, drei Minuten köcheln lassen und dann für einen Stunde im Kühlschrank abkühlen lassen.

Backofen auf 110 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Macarons für 20 Minuten in den Ofen. Danach den Backofen ausschalten, aber – ganz wichtig – für die nächsten 20 Minuten noch nicht öffnen, sonst fallen die Macarons zusammen. Erst danach auf einem Kuchenrost vollständig abkühlen lassen. Zum Schluss mit Spritztülle die Ganache auf eine Hälfte der Macarons füllen, die Hälften zuklappen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Voilà, fertig ist das typische Zürcher Dessert in untypischer veganer Form.

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 19. Januar 2022 10:08
aktualisiert: 9. Februar 2022 17:54
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