Region Greifensee

Zwei Hunde sterben wegen Blaualgen – diese Tipps solltest du jetzt befolgen

Olivia Eberhardt, 16. Mai 2022, 15:05 Uhr
Dieses Wochenende sind in der Region Greifensee zwei Hunde gestorben. In beiden Fällen vermutet die Polizei Blaualgen als Todesursache. Wer sich und seinen Vierbeiner schützen will, sollte einige Verhaltensempfehlungen beachten.

Quelle: ZüriToday

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Es ist kein neues Phänomen: Schon in den 1970er- und den 1980er-Jahren machten Blaualgen den Badegästen in Zürcher Gewässern zu schaffen. Auch in jüngster Vergangenheit waren die Gewässer im Züribiet betroffen, so zum Beispiel im September 2020 in Horgen und Wädenswil.

Quelle: TeleZüri / Blaualgen im Zürichsee / Beitrag von September 2020

Im August 2021 starben gar sechs Hunde innerhalb eines Monats in der Region Schmerikon (SG) am Obersee, wie im Beitrag von TeleZüri zu sehen ist. Auch damals waren alle Todesfälle auf Blaualgen zurückzuführen.

Quelle: TeleZüri-Beitrag vom 16.05.2022

Dass Blaualgen schon Mitte Mai auftreten, sei ungewöhnlich früh, sagt Wolfgang Bollack, Mediensprecher der Zürcher Baudirektion.

Weitere Seen betroffen

Wie der Kanton in einer Broschüre schreibt, kommen Blaualgen im Züribiet nebst dem Greifensee in einigen Kleinseen vor. Auch der Klimawandel hat einen Einfluss auf die Problematik: Die Bedingungen für die Algen sind nämlich im Herbst besonders günstig. Wenn die Badesaison aufgrund der hohen Temperaturen bis in den September verlängert wird, besteht also das Risiko, dass die Algen an die Oberfläche kommen und damit zum Problem für die Badegäste und Hunde werden.

Auf Verfärbungen achten

Gefährlich sind Blaualgen für Mensch und Hund insbesondere dann, wenn grössere Mengen von Wasser mit einem hohen Gehalt an Cyanobakterien – so lautet die wissenschaftliche Bezeichnung für Blauaugen – verschluckt werden. Gewässer, die von Blaualgen betroffen sind, weisen häufig eine auffallende Farbe auf. Weiter führt der Kanton Zürich in seinem Merkblatt folgende Tipps auf:

  • Wenn man aufgrund der Algendichte im knietiefen Wasser die eigenen Füsse nicht mehr klar erkennen kann, sollte man da auch nicht baden.
  • Auffällig gefärbte Wasserflächen mit Schlieren oder Flocken meiden.
  • Personen mit empfindlicher Haut (dazu zählen auch Kleinkinder) sollen das Baden im See auf Bereiche mit klarem Wasser beschränken.
  • Verschlucken von Wasser vermeiden.
  • Nach dem Baden gut duschen und gründlich abtrocknen.
  • Spielen und Trainieren mit Hunden an Gewässern auf dafür geeignete Uferbereiche mit klarem, farblich unauffälligem Wasser beschränken.
  • Hunde sollten nur klares, nicht gefärbtes Wasser trinken. Sollte das Fell eines Hundes in Kontakt mit unsauberem Gewässer kommen, sollte man das Fell auswaschen. Die Aufnahme von Cyanobakterien ist auch durch Fell ablecken möglich.
Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 16. Mai 2022 12:26
aktualisiert: 16. Mai 2022 15:05