Höhere Mieten

Zürcherinnen und Zürcher bezahlen bald noch mehr für die Wohnung

1. November 2022, 08:16 Uhr
Mieterinnen und Mieter könnten bald ein Fünftel mehr für ihre Wohnung bezahlen. Grund dafür sind Inflation und steigende Energiekosten, schwierig würde das vor allem für einkommensschwache Personen. Eine Energiezulage soll Abhilfe schaffen.
Zürcher Wohnungen könnten bald bis zu 20 Prozent mehr kosten.
© KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
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Seit Anfang Jahr ist bekannt, dass der Winter teuer werden könnte – vor allem im Winter, wenn die eigene Heizung mit Gas läuft. Nun könnten nächstes Jahr auch die Mieten steigen. Wenn die Teuerung auf dem heutigen Niveau bleibt und die Zinsen weiter steigen, kosten Wohnungen in Zürich schon bald bis zu 20 Prozent mehr. Eine Wohnungsmiete, die heute 2500 Franken beträgt, könnte dann beispielsweise 3000 Franken kosten.

Die Gründe dafür sind unter anderem gestiegene Heizkosten, sowie die Inflation, schreibt der «Tagesanzeiger». Wenn Mietende eine Rechnung nicht mehr bezahlen können, drohe sogar die Kündigung. Nach einer ersten Mahnung könne die Verwaltung eine Wohnung fristlos kündigen. Das sagt Walter Angst gegenüber der Zeitung. Er ist Kommunikationschef beim Mieterinnen- und Mieterverband Zürich und für die AL im Gemeinderat.

Rentner besonders betroffen

Besonders betroffen wären Rentnerinnen und Rentner, die mit ihrem kleinen Budget kaum eine neue Wohnung in Zürich finden würden, sowie Personen, die Ergänzungsleistungen beziehen. Bei ihnen würden die Nebenkosten nicht berücksichtigt. 13'000 Mieterinnen und Mietern seien in der Stadt Zürich auf solche Leistungen nachgewiesen.

Walter Angst habe im Frühjahr zudem ein Postulat eingereicht, in dem er eine Energiezulage für einkommensschwache Mieterinnen fordert. Dieses liegt nun beim Stadtrat. Auch für die ganze Schweiz wird eine solche Zulage seit dem Frühjahr geprüft.

(log)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 1. November 2022 08:16
aktualisiert: 1. November 2022 08:16