Zürich

Zürcher Hotelier spendet über 100 Betten und Matratzen für ukrainische Flüchtende

Ukraine-Krieg

Zürcher Hotelier spendet über 100 Betten und Matratzen für ukrainische Flüchtende

12.03.2022, 16:19 Uhr
· Online seit 11.03.2022, 14:24 Uhr
Weil Schlafmöglichkeiten in den Grenzgebieten der Ukraine an allen Ecken und Enden fehlen, hat ein Zürcher Hotelierpaar das Heft in die Hand genommen: Anstatt ihr Inventar zu verkaufen, werden Betten und Matratzen nun bis nach Moldawien geschickt.
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Das «The Guestshouse» Hotel am Fusse des Üetliberges musste in der Corona-Pandemie seine Türen endgültig schliessen. Momentan wird das Hotel umgebaut, deshalb ist das Haus eine grosse Baustelle. Die Einrichtung von damals wurde grösstenteils bereits verkauft.

Übrige Betten, Matratzen, Schreibtische und Stühle bleiben nun aber nicht wie geplant in der Schweiz. Benjamin und Sabine Styger, die Besitzer und Betreiber des Hotels, wollen diese nicht mehr verkaufen. Stattdessen spenden sie die Einrichtung. Amnesty International wird diese am Samstag an die ukrainische Grenze bringen und Flüchtenden damit helfen.

«Meine Frau Sabine hat einen Aufruf gesehen, dass derzeit vor allem Schlafmöglichkeiten in den Grenzgebieten und Flüchtlingslagern fehlen. Egal ob Bett, Matratze oder Luftmatratze», erklärt Benjamin Styger. «Wir haben uns überlegt, wie wir da helfen können und kamen schnell zum Entscheid, den Verkauf unseres Hotel-Inventars rückgängig zu machen.» Insgesamt 94 Betten, 41 Matratzen, zwei Schreibtische und 60 Stühle sollen nun an ein Flüchtlingsheim in Moldawien gehen.

Mit mehreren Lastwagen wird das Material am Samstag von Zürich nach Moldawien gefahren. Hier vermittelt Amnesty International, das in Moldawien auch für ukrainische Flüchtende tätig ist. «Wir sind alle Menschen. Nur haben wir hier in der Schweiz das Glück und Privileg, in einem sicheren Land zu leben und in einem warmen Bett schlafen zu dürfen», so Styger. «Für uns war es völlig selbstverständlich, nun Solidarität zu zeigen.»

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veröffentlicht: 11. März 2022 14:24
aktualisiert: 12. März 2022 16:19
Quelle: ZüriToday

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