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Zürcher Food-Lieferant Dabbavelo stellt Betrieb ein

Essen & Trinken

Zürcher Food-Lieferant Dabbavelo stellt Betrieb ein

25.05.2023, 14:24 Uhr
· Online seit 25.05.2023, 14:22 Uhr
Momo, Humus und Bowls – all das gabs von Dabbavelo aus dem Restaurant zu dir nach Hause geliefert. Mit dem Velo und nachhaltig verpackt. Seit Mittwoch stehen die Velos still und der rosa Dress bleibt im Schrank. Co-Founder Mike Diaz erklärt, wies dazu kam.
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Im April 2020 gründete das Team rund um Mike Diaz den Lieferdienst Dabbavelo. «Die Idee war vorher schon da. Als Corona kam, mussten wir das aber als Chance sehen und nutzen», erklärt Diaz. In ihrem Kundenportfolio wollte das Team insbesondere auch Restaurants, die sonst auf dem Liefermarkt vielleicht nicht so übermässig vertreten sind.

Mehrfachgeschirr und Muskelkraft

Mit dem Klima-Gedanken und aufgrund der Nachhaltigkeit lieferte Dabbavelo ausschliesslich mit dem Velo aus. Auch für die Essenslieferung per se hat sich das Unternehmen etwas einfallen lassen, um für die Umwelt etwas Gutes zu tun. Für die Speisen verwendeten sie wiederverwendbare Boxen, die sie «Dabbas» nennen.

Am Dienstag musste das Unternehmen die Reissleine ziehen und den Betrieb einstellen. Der Entscheid sei ihnen nicht leicht gefallen, musste aber sein, wie Diaz erzählt. Gründe für das Aus gebe es wohl einige.

«Die Zahlen haben nicht gestimmt, wir hatten zu wenig Bestellungen, eventuell hatten wir auch zu hohe Kosten. Das kanns geben im Aufbauprozess und das war am Ende leider nicht mehr tragbar», erzählt der Geschäftsführer.

Verwaltungsrat musste schnell entscheiden

Etwas Einzelnes als Ursache auszumachen, sei unmöglich. Das Restaurantportfolio, zu wenig Bestellungen – wahrscheinlich sei es ein Mix aus allem gewesen, meint Diaz. «Zürich ist ja auch keine Millionen-Metropole mit einem unendlichen Angebot an Restaurants», erzählt er weiter.

Die Entscheidung habe man am Ende ziemlich abrupt fällen müssen. Im Verwaltungsrat fiel dann am Dienstag auch der Entscheid, das Ganze per sofort zu beenden, um allfällige Schäden zu minimieren, erklärt Mike Diaz.

Ob es ein Dabbavelo 2.0 geben wird, oder sonst etwas Neues, kann er noch nicht sagen. «Einige Restaurants haben uns auch gleich gefragt, ob wir etwas Neues machen und beteuert, dass sie wieder dabei wären», erzählt Diaz. Zuerst müsse man sich aber mit dem Gedanken anfreunden, dass dieses Kapitel jetzt zu Ende ist.

Dankbar für die Erfahrung

«Es war eine mega tolle Zeit und wir sind dankbar, für das, was wir machen durften und dass wir so vielen Kunden so viel feines Essen bringen durften», findet der Mit-Gründer. Beschäftigt waren bei Dabbavelo etwa vierzig Personen – die meisten im Stundenlohn, erklärt Diaz.

Was mit den Gefässen, in denen sie das Essen auslieferten, passiert, ist noch nicht abschliessend geklärt, sagt Diaz. «Wir wissen noch nicht, ob wir sie verkaufen, recyclen, oder was mit denen passieren soll», meint er.

«Der schlimmste Fall wäre, wenn wir sie wegschmeissen müssten – insbesondere wegen unserem Gedanken der Nachhaltigkeit», so Diaz. Man werde aber alles daran setzen, eine Möglichkeit zu finden um diese zu 100 Prozent weiterzuverwenden.

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veröffentlicht: 25. Mai 2023 14:22
aktualisiert: 25. Mai 2023 14:24
Quelle: ZüriToday

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