Zürich
Winterthur

Ausgeheult: Die letzten Winterthurer Wölfe sind tot

Wildparks Bruderhaus

Ausgeheult: Die letzten Winterthurer Wölfe sind tot

18.10.2022, 10:16 Uhr
· Online seit 18.10.2022, 10:15 Uhr
In Winterthur sind am Montag die letzten beiden Wölfe im Wolfsgehege des Wildparks Bruderhaus gestorben: Artemis und Baldur waren für Wolfsverhältnisse beide schon sehr alt. Bis im kommenden Jahr bleibt die Anlage nun leer.
Anzeige

Artemis und Baldur hätten schon seit einiger Zeit an Tumoren gelitten. Am Wochenende habe sich ihr Gesundheitszustand nun rapide verschlechtert, teilte die Stadt am Dienstag mit. Schliesslich hätten sich die Wölfe in ihre Unterschlüpfe zurückgezogen. Dort seien sie durch das Personal eingeschläfert worden.

Älter als in freier Wildnis

Die beiden letzten Wölfe waren mit ihren 12 respektive 13 Jahren schon sehr betagt. In Freiheit werden Wölfe nur rund neun Jahre alt.

Zeitweise umfasste das Rudel im Bruderhaus neun Tiere. Um zu vermeiden, dass regelmässig überzählige Jungtiere getötet werden mussten, wurden die Tiere nach zwei Würfen kastriert. An andere Zoos konnten die Jungtiere nicht abgegeben werden, weil sie sich dort kaum in ein neues Rudel eingliedern.

Die Kastration der Wölfe führte dazu, dass das Rudel in den vergangenen Jahren laufend dezimiert wurde.

Neue Wölfe kommen nächstes Jahr

Bis auf Weiteres sind im Wolfsgehege deshalb ausschliesslich Mitarbeitende zu sehen, die Holzerei- und Unterhaltsarbeiten am Gehege ausführen. Im Verlauf des nächsten Jahres sollen aber zwei neue Wölfe einziehen und ein eigenes Rudel bilden.

Weil der Gesundheitszustand von Artemis und Baldur schon längere Zeit schlecht war, sahen sich die Verantwortlichen bereits nach einer Nachfolge um. Die nun ausgesuchten Tiere wurden schon im Frühling diesen Jahres geboren, müssen aber noch eine Zeit in ihren angestammten Rudeln bleiben, um richtig sozialisiert zu werden. Sie werden im Verlauf des nächsten Jahres nach Winterthur ziehen.

(sda / joe)

veröffentlicht: 18. Oktober 2022 10:15
aktualisiert: 18. Oktober 2022 10:16
Quelle: ZüriToday

Anzeige
Anzeige
zueritoday@chmedia.ch