Strom sparen, Kosten senken

Wie du den Nebenkosten-Schock verhindern kannst

14. September 2022, 10:29 Uhr
Da der Strom in der Schweiz knapp werden könnte, ist die Beschaffung teurer geworden. Das werden auch Wohnungsmietende bei der nächsten Stromrechnung zu spüren bekommen. Was man jetzt schon gegen eine hohe Rechnung machen kann, weiss Walter Angst vom Mieterinnen- und Mieterverband Zürich.

Quelle: CH Media Video Unit / Lukas Schmidt

Letzte Woche hat der Bundesrat seine Energiespar-Kampagne vorgestellt. Damit soll eine Mangellage im Winter verhindert werden. Im Alltag gibt es bereits einiges, was man tun kann, um Strom zu sparen, wie zum Beispiel die warme Dusche verkürzen - oder kalt stellen. Was man sonst noch tun kann, damit bei der nächsten Akontorechnung einem nicht den Schlag trifft, kann Walter Angst, Leiter Kommunikation beim Mieterinnen- und Mieterverband Zürich, beantworten.

Wie kann man eine Kostenexplosion auf der nächsten Nebenkostenabrechnung verhindern?

Walter Angst: Die Empfehlungen vom Bundesrat umzusetzen, macht sicherlich Sinn und ist zu empfehlen. Zudem ist Stosslüften viel energiesparender als die Fenster immer gekippt zu halten. Wir empfehlen auch die Heiz- und Nebenkostenrechnungen anzuschauen und mit der Verwaltung zu besprechen, ob es möglich ist, die Akontobeiträge zu erhöhen. So kann man den Druck im nächsten Jahr reduzieren. Wenn man das tut, ist es jedoch wichtig, dass man eine saubere Buchhaltung führt, damit man am Schluss in der Abrechnung sieht, ob der Abzug auch dem entspricht, was man bereits bezahlt hat. Ein weiterer Punkt ist politisch mitzumachen und dadurch Druck zu machen, damit die Energiezulagen für die mittleren und unteren Einkommen kommen.

Was passiert, wenn die kommende Stromrechnung nicht bezahlt werden kann? 

Wenn man eine Zahlung nicht leistet, kommt man in einen Zahlungsverzug, was wiederum zu einer sogenannten Zahlungsverzugs-Kündigungsandrohung führen kann. Wenn dann innert 30 Tagen nicht bezahlt wird, kann es gut sein, dass man die Kündigung erhält.

Wie sollen Mietende finanziell entlastet werden?

Verwaltungen und der Verband der Verwaltungen (SVIT) sollen Ratenzahlungen möglich machen. Dann, wenn die Rechnung im nächsten Jahr reinschneit.

Wie setzt sich der Zürcher Mieterverband dabei ein?

Unsere Forderung ist es, dass die unteren Einkommen entlastet werden. Wir stellen uns vor, dass das analog mit der Prämienverbilligung eingeführt wird. Des Weiteren sollen Gemeinden, Kantone und der Bund die Energiezulage grosszügig für die mittleren und unteren Einkommen gewähren. Zudem sollen Empfehlungen an die Verwaltungen raus, dass man Mietenden nicht künden sollte bei einem Zahlungsverzug.

(joe)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 14. September 2022 06:01
aktualisiert: 14. September 2022 10:29
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