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Zürcher Kran-Kletterer stirbt nach Flucht aus Klinik

Bezirksgericht Zürich

Zürcher Kran-Kletterer stirbt nach Flucht aus Klinik

10.05.2023, 12:32 Uhr
· Online seit 10.05.2023, 12:03 Uhr
Ein Portugiese bestieg im Mai 2022 in Oerlikon einen Baukran und harrte 15 Stunden darauf aus. Er entzündete ein Feuer und warf Gegenstände hinunter. Nun ist er tot aufgefunden worden. Das Verfahren gegen ihn ist deshalb eingestellt.

Quelle: Wieso klettern immer wieder Leute auf Baukräne? / TeleZüri, 18.05.2022

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Das Bezirksgericht Zürich schreibt in einer Mitteilung, dass der Mann, der am 16. Mai 2022 einen Baukran in Oerlikon bestieg, am 6. Mai 2023 aus einer Therapieeinrichtigung geflohen sei. Am Tag darauf sei er tot aufgefunden worden. Das Bezirksgericht Zürich hat das Strafverfahren gegen den Portugiesen deswegen mit Beschluss vom 9. Mai 2023 eingestellt.

15 Stunden auf Kran aufgehalten

Die Anklageschrift wirft dem Mann unter anderem vor, an jenem Mai-Abend eine Baustelle beim Bahnhof Oerlikon betreten zu haben. Dort stieg er auf einen Kran und hielt sich trotz Grossaufgebot von Rettungskräften bis am Folgetag dort auf.

Er zündete mehrere Feuer an und warf Gegenstände hinunter, darunter einen Gabelschlüssel, mit dem er eine Feuerwehrfrau an der Schulter verletzte.

Anklage wegen selbstverschuldeter Unzurechnungsfähigkeit

Gemäss einem psychiatrischen Gutachten war der Mann durch seinen drogeninduzierten Verfolgungswahn zur Tatzeit schuldunfähig. Allerdings soll er wegen früheren Drogenkonsums gewusst haben, dass er ein nicht kontrollierbares Verhalten an den Tag legen könnte.

Die Staatsanwaltschaft hatte ihn deshalb im Zusammenhang mit dem Vorfall der Kranbesetzung wegen mehrfacher Verübung einer Tat in selbstverschuldeter Unzurechnungsfähigkeit angeklagt.

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veröffentlicht: 10. Mai 2023 12:03
aktualisiert: 10. Mai 2023 12:32
Quelle: ZüriToday

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