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Messstationen in Zürich Unterstrass – das steckt dahinter

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Mysteriöse Messstationen an Hirschwiesenstrasse – das steckt dahinter

09.04.2024, 08:18 Uhr
· Online seit 09.04.2024, 08:07 Uhr
Hinter ihrer Tramstation hat eine Zürcherin mysteriöse Metallgebilde entdeckt. Was der Zweck hinter den Stationen ist, erfährst du im Artikel.
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Sie sind hinter der Tramhaltestelle Hirschwiesenstrasse zu sehen: In der kleinen Wiese zwischen der Oerlikoner- und der Schaffhauserstrasse stehen mysteriöse Metallgebilde in der Wiese. «Als ich am Morgen zur Tramhaltestelle ging, waren sie einfach da», schildert eine ZüriReporterin die Entdeckung der metallenen Stationen.

Die Zürcherin vermutet, dass es sich bei den Vorrichtungen um Messstationen für Sonneneinstrahlung oder Luftwerte handelt. «Aber kurz dachte ich scherzhaft daran, dass es ja vielleicht auch als Antenne für Aliens oder so dienen könnte», meint die Science-Fiction-Liebhaberin. Doch was steckt tatsächlich hinter den Messtationen? ZüriToday ging der Frage nach.

Stationen sind nicht von der Stadt aufgestellt

Grün Stadt Zürich bewirtschaftet den öffentlichen Grünraum der Limmatstadt. Auf eine Anfrage von ZüriToday zu den Messstationen meldete die Kommunikationsabteilung zurück, dass sie gerade nicht wisse, von wem die Messstationen aufgestellt worden seien, aber weitere Abklärungen treffe. Grün Stadt Zürich leitete die Anfrage innerhalb der Stadtverwaltung weiter.

Kurz darauf meldete sich das Amt für Umwelt- und Gesundheitsschutz des Kantons. Dieses konnte Licht ins Dunkel bringen: «Gemäss Rücksprache mit unseren Fachleuten vom Umwelt- und Gesundheitsschutz handelt es sich nicht um städtische Messstationen.» Die Metallkonstruktionen seien Teil eines Projekts von verschiedenen Forschungsinstitutionen wie Eawag und WSL.

Auch in Genf und Lugano zu finden

«Diese Sensoren sind Teil des Forschungsprojektes PAPPUS», bestätigt Eawag, das Wasserforschungsinstitut der ETH, auf Anfrage von ZüriToday. Im Rahmen dieses Projektes würden Pflanzen in städtischen Grünflächen untersucht, sowie deren Auswirkung auf das Mikroklima, die Artenvielfalt und die Gesellschaft.

Solche Messstationen, wie diejenige in der Wiese hinter der Haltestelle Hirschwiesenstrasse, sind an rund 50 Standorten in der Stadt Zürich installiert, erklärt Claudia Carle von der Kommunikationsabteilung der Eawag. «Die Sensoren in Zürich werden ungefähr bis Ende Sommer vor Ort bleiben», so Carle. Solche Messstationen für das Projekt PAPPUS stehen zudem auch noch in den Städten Genf und Lugano.

Scan den QR-Code

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Beim Projekt geht es also nicht um Aliens. Gottardo Pestalozzi von der eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) weist darauf hin, dass es bei all den Messstationen auch einen QR-Code geben sollte, der auf weitere Informationen sowie eine Kontaktnummer verweist. Wer mehr dazu wissen will, findet auf einem Flyer auch das Wichtigste in Kürze inklusive Kontaktadressen.

veröffentlicht: 9. April 2024 08:07
aktualisiert: 9. April 2024 08:18
Quelle: ZüriToday

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