Kassier veruntreut hunderttausende Franken bei Zürcher Zunft und Reitclub
Quelle: TeleZüri
Die Gewerbevereinigung Wirtschaftsraum Zürich Nord ist von einem Fall grosser Veruntreuung betroffen. Dies berichtet das Newsportal «Zürich24». Laut einem Rundschreiben hat der Wirtschaftsraum Zürich eine Strafanzeige gegen seinen Kassier eingereicht, der auch bei der UBS arbeitet. Präsident Christian Huser bestätigt die Vorwürfe gegenüber der Zeitung.
Laut der «Weltwoche» soll der Kassierer in verschiedenen Organisationen, darunter der Zürcher Zunft St. Niklaus und einem Reitclub, beträchtliche Geldsummen veruntreut haben. Die Weltwoche berichtet von einem sechsstelligen Schaden. Er wurde als zuverlässige Person angesehen, da er als Executive-Direktor und Marktgebietsleiter der UBS tätig war und in verschiedenen Organisationen Finanzen verwaltete.
Mehrere 100'000 Franken unterschlagen
Die Zunft und der Reitclub St. Niklaus bestätigen in einem Schreiben, das der «Weltwoche» vorliegt, dass der Kassier Geld in Höhe von etwa 100'000 Franken aus der Kasse unterschlagen habe. Weitere Organisationen wurden ebenfalls geschädigt und haben Strafanzeigen erstattet. Der Vorstand des Gewerbevereins Wirtschaftsraum Zürich-Nord hat ebenfalls eine Strafanzeige bei der Stadtpolizei Zürich gegen den Kassier eingereicht. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.
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Christian Huser, der Präsident des Gewerbevereins, bestätigt die Probleme mit dem Kassier, der bereits vor über 20 Jahren beim Gewerbeverein Oerlikon als Kassier tätig war. Es ist nicht bekannt, ob der Kassier in Untersuchungshaft ist. Der Vorstand hat eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen, um die Mitglieder zu informieren.
Andere Quartiervereine betroffen
Dieser Fall steht nicht allein, da in letzter Zeit auch der Quartierverein Witikon mit einer ähnlichen Veruntreuung von 100'000 Franken Schlagzeilen machte. Zuvor gab es ähnliche Vorfälle bei den Quartiervereinen Leimbach und Affoltern. Diese Vereine stehen stärker im Fokus der Öffentlichkeit, da sie regelmässig öffentliche Gelder erhalten.
(oeb)