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«Die Leute tragen Konflikte schneller mit Gewalt aus»

Zürcher Kriminalstatistik

«Die Leute tragen Konflikte schneller mit Gewalt aus»

25.03.2024, 19:19 Uhr
· Online seit 25.03.2024, 09:32 Uhr
Diebstahl und Raub sind gemäss Zürcher Kriminalstatistik stark gestiegen. Mehr als die Hälfte des Anstiegs ist auf Vermögensdelikte und Urkundenfälschung zurückzuführen. Auch die wachsende Zahl von Asylsuchenden hat einen Einfluss auf die Zahlen.

Quelle: TeleZüri / Kriminalstatistik: Mehr Gewaltdelikte und Messerattacken in Zürich / Beitrag vom März 2024

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Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Betrugs- und Vermögensdelikte im Kanton Zürich gemäss der Kriminalstatistik deutlich angestiegen. Bei den Tatverdächtigen wurde eine Zunahme von Personen aus dem Asylbereich sowie Kriminaltouristen verzeichnet. «Wir haben keine Verhältnisse wie in Berlin, Köln oder in den Vororten von Paris. Ich will, dass das so bleibt», erklärt Mario Fehr an der Pressekonferenz zu diesem Sachverhalt.

Diebstahl und Einbrüche

Die wachsende Zahl von Asylsuchenden macht sich auch in der Kriminalstatistik bemerkbar. Vor allem Delikte wie Laden- oder Taschendiebstahl, Diebstahl aus Fahrzeugen oder Einbruchsdelikte müssen dieser Tätergruppe zugeordnet werden, wie die Kantonspolizei Zürich am Montag mitteilte.

Die Polizei versucht laut Mitteilung mit gezielten Aktionen auf diese Entwicklung zu reagieren. So kam es im Rahmen einer koordinierten Aktion auf dem ganzen Kantonsgebiet zu rund 400 Verhaftungen.

Ein Fünftel mehr schwere Körperverletzungen

Auch bei den schweren Gewaltdelikten weist die Kriminalstatistik 2023 eine Zunahme aus. So nahmen die Fälle von schwerer Körperverletzung um 23 Prozent zu, bei den versuchten Tötungen wurde ein Anstieg von 18 Prozent verzeichnet. «Das ist ein Phänomen, das wir nicht nur in der Stadt Zürich, sondern im ganzen Kanton sehen», sagt Fehr an der Medienkonferenz.

Auch bei der häuslichen Gewalt besteht weiterhin Handlungsbedarf. 20 Ausrückfälle pro Tag gab es in diesem Bereich im Kanton Zürich laut Fehr im vergangenen Jahr. Die Zahlen seien noch immer «erschreckend hoch». Es handele sich zudem oft um die gefährlichsten und intensivsten Einsätze für die Polizisten.

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(sda/roa)

veröffentlicht: 25. März 2024 09:32
aktualisiert: 25. März 2024 19:19
Quelle: ZüriToday

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