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Der «Fleischkäse» beim Zürcher Opernhaus wird umgebaut

Platzmangel

Der «Fleischkäse» beim Zürcher Opernhaus wird umgebaut

13.04.2023, 19:38 Uhr
· Online seit 13.04.2023, 19:37 Uhr
Das Opernhaus Zürich hat seine Pläne für die Zukunft präsentiert. Um den Platzbedarf zu decken, wird der bestehende Erweiterungsbau aus dem Jahr 1984 wahrscheinlich einem Neubau Platz machen müssen.

Quelle: Der «Fleischkäse» beim Opernhaus wird umgebaut / ZüriNews / Beitrag vom 13. April 2023

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Das Projekt «Zukunft Oper», welches die Verantwortlichen des Opernhauses am Donnerstag den Medien präsentierten, soll die räumlichen Voraussetzungen für den künftigen Betrieb des Opernhauses schaffen. Dieses platzt nämlich - gemäss Schilderungen der Verantwortlichen - mittlerweile aus allen Nähten.

Der Fokus liegt auf dem Erweiterungsbau, der aufgrund seines rötlichen Sichtbetons im Volksmund «Fleischkäse» genannt wird. Laut den Verantwortlichen des Opernhauses würden eine Sanierung und sogar eine Aufstockung des Baus die Probleme, vor allem den Platzmangel des Opernhauses, nicht lösen. Wahrscheinlicher ist deshalb, dass er durch einen Neubau ersetzt werden soll.

Noch ist der Abriss des «Fleischkäses» nicht fix

Der definitive Entscheid zur Zukunft des «Fleischkäses» soll im Herbst dieses Jahres fallen. Dann liegen die Ergebnisse einer Studie vor, in der die Sanierung und eine allfällige Aufstockung des Erweiterungsbaus vertieft geprüft werden. Das entscheidende Kriterium dürften die zusätzlichen Flächen sein.

Mit dem Neubau oder der Sanierung sollen nämlich in erster Linie die Platzprobleme des Opernhauses gelöst werden. Laut dem Opernhaus bräuchte es für einen optimalen Betrieb rund 60 Prozent mehr Flächen, als heute zur Verfügung stehen.

Baubeginn und Kosten stehen noch nicht fest

Das Projekt steht noch ganz am Anfang. Die Bauarbeiten dürften frühestens in der ersten Hälfte der 2030er Jahre starten. In einem ersten Schritt sollen bis Herbst 2024 ein zukünftiges Betriebskonzept sowie die Unterlagen für einen Architekturwettbewerb erarbeitet werden.

Der Neubau solle eine architektonische Perle am See werden, die mit dem alten Opernhaus eine Symbiose eingehe, sagte Turner.

Weitgehend unangetastet wird das eigentliche Opernhaus aus dem Jahre 1890 bleiben. Dieses ist, dank regelmässiger Unterhaltsarbeiten, grundsätzlich gut in Schuss. Klar ist, dass das Opernhaus während der Bauphase seinen Betrieb am angestammten Ort nicht aufrecht erhalten könnte. Die Suche nach möglichen Ersatzlösungen soll bald beginnen.

veröffentlicht: 13. April 2023 19:37
aktualisiert: 13. April 2023 19:38
Quelle: ZüriToday

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